Neue Verlagsautoren

10.09.2012

Jeder Atemzug von Benedict Andrews
Eine Mittelschichts-Familie wird anonym bedroht. Man engagiert einen jungen Security-Mitarbeiter. Seine Anwesenheit lässt offene Sehnsüchte und Begierden bei allen Familienmitgliedern zutage treten. Der Bodyguard lässt sich verführen und wird in intimste Details verstrickt. Bis ein Unglück passiert und sich der Schutzengel von einer überraschenden Seite zeigt. Maja Zade hat die kristallklare, aufgeladene Sprache dieses faszinierenden Debütstücks des australischen Regisseurs und Autors Andrews ins Deutsche übersetzt. (Frei zur DEA)

In der Ebene von Pamela Carter
Das Stück der britischen Autorin dreht sich um einen Seitensprung zweier verheirateter Menschen, die im Kreise der Familien und in Anwesenheit der Kinder dieser Liebe abschwören. Carters Ton ist trocken, souverän und humorvoll, ihr Blick minutiös, und während die Erwachsenen an die Grenzen ihrer selbst gesteckten Ziele geraten, testen die Kinder diese erst aus (Originaltitel: Skåne, Deutsch von Hannes Becker, Frei zur UA). Die Übersetzung eines zweiten Stückes der Autorin, Almost Near, das im Frühjahr am Staatschauspiel Dresden uraufgeführt werden soll, ist in Vorbereitung.

und dann von Wolfram Höll
Der 1986 in Leipzig geborene und in der Schweiz lebende Autor hat mit und dann ein dramatisches Poem vorgelegt, das sowohl beim Berliner Stückemarkt als auch beim Heidelberger Stückemarkt 2012 ausgezeichnet wurde. und dann erzählt mit einer ganz eigenen Bildsprache und in ungewöhnlicher Form vom Verlust eines Menschen, einer Gesellschaft, einer Kindheit und vom Ringen um Identität. (Frei zur UA)

Karl und Aloisia Krasser von Fritz Krenn
Im Verlagserstlingswerk des Grazer Autors Fritz Krenn gerät einem alten Mann die Überprüfung seiner Vermögenswerte im Tresorraum seiner Hausbank zu einem existenziellen Kassensturz. Ein berührendes Stückdebüt über einen großen Generationenkonflikt und eine Herausforderung für zwei reife Schauspieler. (Frei zur UA)

mensch maschine von Konstantin Küspert
In Küsperts mensch maschine entwickelt eine Gruppe von Wissenschaftlern eine vermeintlich geniale Idee zur Verlängerung menschlichen Lebens. Küspert, 1982 in Regensburg geboren, greift den Wissenschaftsjargon auf, der Menschen in Zahlen und Fakten auffächert, überspitzt und entlarvt ihn. (Frei zur UA)

Wild ist der Wind von Nikolaus Günter
Vier Jugendliche brechen aus der Provinz, aus ihrer Schlafstadt, aus, und erleben in der großen Stadt eine amour fou. Als Dreißigjährige müssen sie mit den Wunden der Vergangenheit leben lernen. Ein sprachlich eindrückliches und humorvolles Verlagsdebüt mit einem starken szenischen Sog. (Frei zur UA)

Vor Wien von Akın E. Şipal
Was für ein Leben ist das, zwischen oben und unten, zwischen Ost und West, zwischen Rausch und Rauschen? Es ist ein Leben im Jetlag. Als erfolgreicher Geschäftsmann lebt Erol ein Leben im Flugzeug, immer unterwegs zwischen zwei Orten, zwischen zwei Terminen und zwischen den Kulturen; immer aber spielt Istanbul eine zentrale Rolle. Alles perfekt, wäre da nicht das Rauschen, das ihn nie hat einschlafen, dafür aber immer pünktlich aufstehen lassen. Bis die Katastrophe eintritt. Erol wird entlassen, oder war es doch anders und er hat seine Entlassung nur provoziert, um endlich einen neuen Anfang zu finden, ein neues Leben? Die Frage ist, ob sein neues Leben, mit Familie in Amerika und doch auch wieder im Flugzeug, die erhoffte Lösung seiner Probleme ist. (Frei zur UA)