Preis der Leipziger Buchmesse für Esther Kinsky, Sabine Stöhr und Juri Durkot

15.03.2018

Esther Kinksy ist für ihren Geländeroman Hain in der Kategorie Belletristik mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018 ausgezeichnet worden. In der Kategorie Übersetzung haben Sabine Stöhr und Juri Durkot den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 für ihre Übersetzung von Serhij Zhadans Roman Internat gewonnen.

In der Begründung der Jury für Hain ist zu lesen: »Was für eine Schule der Wahrnehmung. In der Reizreduktion zeigt sich jedes noch so unscheinbare Detail mit geradezu übersinnlicher Genauigkeit; die Tonlosigkeit steigert sich zum Gesang der Dinge ... Man wird der unspektakulären Melodie dieses Buches und der rhythmischen Präzision seiner Sätze nur gerecht, wenn man es langsam liest: mit einer Geduld, die nichts erwartet, und gerade deshalb mit einem Staunen über die Fülle seiner Einzelheiten belohnt wird.«

Ihre Entscheidung für die Übersetzung von Zhadans Internat begründet die Jury: »Dass Zhadans großartiger Roman auch in der Übersetzung eine enorme Wucht entwickelt, liegt nicht nur am Sujet und der eigentümlichen, hyperwachen Stimmung, sondern auch an den kaskadenartigen Satzketten, die im Deutschen einen drängenden Erzählrhythmus erzeugen, und an der Sprache. In Sabine Stöhrs und Juri Durkots Übertragung entfalten die dichten Beschreibungen eine große Kraft. Lebendiger als in diesem Roman kann man vom Krieg nicht erzählen, lebendiger kann eine Übersetzung nicht sein. Sabine Stöhrs und Juri Durkots Schattierungen der Düsternis sind von großer Schönheit.«

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