Zum 85. Geburtstag von Alexander Kluge

14.02.2017

Alexander Kluge feiert heute seinen 85. Geburtstag.

Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Jurist und Filmemacher; als sein wichtigstes Werk aber sieht er seine Bücher. »Wenn ich im Jahre 2015 schreibe, liegen die kommenden fünfzehn Jahre unseres Jahrhunderts schon vor meinen Augen. Insgesamt ergibt sich damit, da ich 1932 geboren wurde, eine Chronik über rund hundert Jahre.« Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Theodor-W.-Adorno-Preis und zuletzt, 2014, den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.

»Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.«
Alexander Kluge (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)

Im Suhrkamp Verlag erschienen von Alexander Kluge zuletzt Kongs große Stunde und 30. April 1945, in der filmedition suhrkamp Der mit den Bildern tanzt / Dancing with Pictures und Theorie der Erzählung, in der Bibliothek Suhrkamp die beiden Bände Nachricht von ruhigen Momenten und Dezember mit Geschichten von Alexander Kluge und Bildern von Gerhard Richter.

Der Suhrkamp Verlag gratuliert seinem Autor.

 

Alexander Kluge im Gespräch mit Gerhard Richter

 

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