Zum Tod von Marcel Reich-Ranicki

18.09.2013

Marcel Reich-Ranicki ist am 18. September 2013 im Alter von 93 Jahren gestorben.

Der Literaturkrtiker wurde am 2. Juni 1920 in Wloclawek / Polen geboren. Die Familie siedelte 1929 nach Berlin um. Im Herbst 1938, kurz nach dem Abitur, wurde er verhaftet und nach Polen deportiert, wo er ab 1940 im Warschauer Getto leben musste. Anfang 1943 gelang ihm zusammen mit seiner Frau Teofila die Flucht aus dem Getto in den Warschauer Untergrund.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete Reich-Ranicki für Zeitungen, im Rundfunk und als Übersetzer. 1958 siedelte Reich-Ranicki in die Bundesrepublik Deutschland über. Er war für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt und die Wochenzeitung Die Zeit als Literaturkritiker tätig und gehörte von 1958 bis 1967 als solcher der Gruppe 47 an.

Von 1973 bis zu seinem Ruhestand 1988 leitete er die Redaktion für Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, von 1988 bis 2001 das Literarische Quartett im ZDF.

Reich-Ranicki wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und galt als einer der bedeutendsten Literaturkritiker Deutschlands.