Zum 60. Todestag von Hermann Broch

30.05.2011

Der österreichische Dichter, Intellektuelle und Kulturphilosoph Hermann Broch gilt als einer der bedeutendsten Romanciers des 20. Jahrhunderts.
Am 30. Mai 1951 starb Broch im Alter von 64 Jahren an einem Herzanfall in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut.
Broch, 1836 geboren, wuchs in Wien auf, leitete zwanzig Jahre lang die Textilfabrik seiner Familie, begann 1927 mit dem Leben als freier Schriftsteller, musste als Jude nach dem 'Anschluss' von 1938 aus Österreich fliehen. Er emigrierte im gleichen Jahr in die USA, wo er anfänglich in New York lebte. 1942 wurde Princeton, New Jersey, sein fester Wohnsitz. 1949 siedelte er über nach New Haven, Connecticut, wo er Kontakte zur Fakultät der Yale University hatte; im dortigen German Department wurde er Lektor und für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen.

Mit seiner Theorie der Menschenrechte und der Demokratie wurde er zum entschiedenen Gegner des Totalitarismus seiner Zeit.

Sein Werk, herausgegeben von Paul Michael Lützeler, ist im Suhrkamp Verlag erschienen.
Die beiden Romane Die Schlafwandler und Der Tod des Vergil gehören zu seinen wichtigsten Werken und begründeten Brochs Ruhm.

Aktuell ist der Titel Verlorener Sohn? Hermann Brochs Briefwechsel mit seinem Sohn Armand im Suhrkamp Verlag erschienen.