Zum 30. Jahrestag der Gründung des Deutschen Klassiker Verlages erscheinen einige der wichtigsten Editionen in der Ori ginalausstattung zum Sonderpreis.
Von Anfang an war es die Absicht des Deutschen Klassiker Verlages, die »Bibliothek deutscher Klassiker« schließlich auch in preisgünstigen Ausgaben zu publizieren und sie damit dem Studiengebrauch, an Schulen und in Seminaren, zugänglich zu machen. Dies entsprach nicht zuletzt dem Wunsch der beteiligten Wissenschaftler und ihrer Mitarbeiter. Die Reihe »Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch« startete im Oktober 2005 mit sechs Bänden. Sie enthalten unverkürzt und neu durchgesehen die vollständigen Textteile und Kommentare der Originalausgaben.
Die Ausgaben des Deutschen Klassiker Verlages haben sich über zwei Jahrzehnte hinweg ihren Ruf als eines der wichtigsten Reihenwerke klassischer Texte erworben. Sie waren eine der großen Leistungen Siegfried Unselds, ein »Jahrhundertwerk«, wie es Marcel Reich-Ranicki genannt hat. Aus einem »gigantischen Vorhaben« wurde eine der umfangreichsten Bibliotheken der deutschen Nationalliteratur.
Pressestimmen
»Es ist ein Segen, dass diese mustergültige Edition, die 1987 erstmals erschien, endlich in wohlfeiler Broschur vorliegt. Denn die Carmina Burana, die in einer einzigen Prachthandschrift aus dem oberbayerischen Benediktbeuern überliefert ist, wirken auf uns so frisch wie am ersten Tag. … In dieser Edition, mit Originaltext, Übersetzungen und umfassendem Kommentar, entfalten sie ihren ganzen Zauber.«
»...das bedeutendste Werk der deutschen Literatur des 17. Jahrhunderts ... Günter Grass' Werk ist vom Simplicissimus beeinflusst, Bertolt Brechts ›Mutter Courage‹ basiert darauf. Thomas Mann nannte ihn ›ein Literatur- und Lebens-Denkmal der seltensten Art‹ und ›ein Erzählwerk unwillkürlichster Großartigkeit, (...) kochend von Leben‹.«
»Für das Fremde gibt es mehr als nur eine Pforte ins Herz des Lesers. Wer ein Buch in die Hand nimmt, um sich mit Lust und Gewinn befremden zu lassen, kann nicht sicher vorhersehen, auf welchem Weg das Anders-Scheinende letztlich in sein Gemüt schlüpft. Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausens Roman »Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch« ist 1668 zum ersten Mall im Druck erschienen, und der bloße Wortlaut des Titels verspricht uns das Abenteuer zeitlicher Ferne. ... Das Verhältnis des Verfassers zu Freud und Leid, zum Tun und Lassen, zum Erliegen und Standhalten, zu Augenblick und Ewigkeit ist unüberlesbar nicht das unsere. Diesen Unterschied zu erfahren, auszuhalten und zu bedenken ist für uns, »die liebe posteritaet«, so schmerzlich wie schön.«
»Mit großer Sachkenntnis und Sorgfalt ediert: der Leser wird jede nur denkbare und wünschenswerte Auskunft finden.«
»Hier ist der konstruierte und vielfach beschworene Gegensatz von Leseklassiker und Studienausgabe aufgehoben.«





