Die Beschäftigung mit jüdischer Kultur bedeutet nach der Shoah gerade in Deutschland eine besondere Herausforderung. In dieser historischen Situation bildet der Jüdische Verlag ein Forum für Werke über das religiöse, politische und kulturelle Leben der Juden in Vergangenheit und Gegenwart. Neben den kulturgeschichtlichen und historischen Studien steht die Literatur: So erscheint im Jüdischen Verlag eine Ausgabe der Werke und Briefe Else Lasker-Schülers, und auch Übersetzungen der wichtigsten Werke des Begründers der modernen hebräischen Literatur, des Literaturnobelpreisträgers Samuel Josef Agnon, sind in den vergangenen Jahren hier publiziert worden.

 

Der Jüdische Verlag unternimmt - im Bewußtsein der von Deutschland in diesem Jahrhundert ausgegangenen Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden - eine Arbeit des Eingedenkens. Dazu gehören Publikationen über die Zeit der Shoah, dazu gehört aber auch das Bewahren der »Hoffnung im Vergangenen« (Walter Benjamin) und damit der Bezug auf Gegenwart und Zukunft jüdischen Lebens.

 

»Wir haben uns dem Versuch verschrieben, das Lebendige im Judentum zu ergründen, statt einer antiquarisch-literaturhistorischen eine phänomenologisch durchdringende, sachliche Betrachtung zu unternehmen.« Gershom Scholem

Mediatheksbeiträge

Nachrichten