Im Jahre 1931 schrieb der englische Physiker James Jeans: »Vom physikalischen Standpunkt aus ist die hervorstechendste Leistung der Physik des 20. Jahrhunderts ... die allgemeine Erkenntnis, dass wir noch nicht in Berührung mit der letzten Wirklichkeit sind. Um in Platons Gleichnis zu sprechen: Wir sind noch in der Höhle eingeschlossen, mit dem Rücken zum Licht, und können nur die Schatten an der Wand beobachten.« An diesem Befund hat sich in den letzten siebzig Jahren einzig geändert, dass er uns immer deutlicher, immer bewusster wird, weshalb wir die »letzte Wirklichkeit« wieder dort zu suchen beginnen, wo ihre Ahnung niedergeschrieben steht, in den heiligen Büchern der Weltreligionen, in den Schriften der Weisen und Seher.

 

Der Verlag der Weltreligionen setzt die Tradition der religionsgeschichtlichen Publikationen in den Verlagen Suhrkamp und Insel, im Jüdischen Verlag und im Deutschen Klassiker Verlag fort.
Im Mittelpunkt des im Herbst 2007 gegründeten Verlags stehen Editionen der Schriften des Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus und Daoismus, des Judentums, Christentums und des Islam. Die Texte werden von Religionswissenschaftlern und Philologen aus den Originalen neu übersetzt und in ihrer Entstehung, Überlieferung und Wirkung, insbesondere im Hinblick auf die interreligiösen Zusammenhänge, kommentiert. Daneben erscheinen die großen Weisheitsschriften und Religionsgespräche sowie Textsammlungen, Einführungen, Monographien und Essaybände zu den Religionen in Geschichte und Gegenwart bis hin zu Essays über die religiösen Fundamentalismen unserer Tage. Ein wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus namhaften Religionswissenschaftlern, Philologen und Soziologen, berät den Verlag. Womit, wenn nicht mit der Philologie des Religiösen, hat die Kritik, der Humanismus, die Aufklärung jedesmal angefangen, von Erasmus bis Benjamin, von Marx bis Nietzsche?

 

Die Editionen werden gefördert durch die Udo Keller Stiftung Forum Humanum.Udo Keller-Stiftung

Pressestimmen

»Herausgekommen ist ein Handbuch, das gut lesbar in die religiösen Vorstellungswelten der Menschen von frühester Zeit bis heute einführt und dabei den Blick über die Weltreligionen hinaus auch auf Naturreligionen und religiöse Kulte aller Zeiten und Erdteile ausweitet.«

Hartmut Handt, unterwegs - Magazin der Evangelisch-methodistischen Kirche

»Das handliche Buch enthält so eine Fülle anregender Texte über das Verhältnis von Gott und Vernunft, zum Wissen, zur Politik und Kultur. Und es zeigt, dass sich auch Journalisten grundlegend mit dem Glauben auseinandersetzen.«

Alexander Riebel, Die Tagespost

»Ein spirituelles Buch, sehr persönlich und authentisch von einer bemerkenswerten Frau und Schriftstellerin.«

Winfried Stanzick, Berliner Literaturkritik

»Die Diskussion über Religion ist derzeit alles andere als kalt, wie die Schärfe der Aufsätze im Sammelband »Wozu Gott?« erneut beweist. Wer keine Zeit hatte, die Debatten im Einzelnen zu verfolgen, dem ermöglicht das Buch, die wichtigsten Stimmen etwa der letzten drei jahre in prägnanten Ausschnitten nachzulesen.«

Michael Stallknecht, Süddeutsche Zeitung
»Mircea Eliades längst legendär gewordenen Studien zum Thema Kosmos und Geschichte zum Beispiel - sie hätten Goethe gefallen, geht es in ihnen doch darum, die Herausbildung mythischer und religiöser Praktiken in frühen, archaischen Kulturen als eine Nachbildung von Gottes- oder Jenseits-Projektionen zu verstehen.«
Hanns-Josef Ortheil, Die literarische Welt
»Das Bändchen hat [...] Sprengkraft. Denn es stellt sich begriffsstutzig und fragt fundamental: Was heißt überhaupt Glaube? Wie läßt sich Glaube von Unglaube unterscheiden? Kann man Glauben in Worte fassen, oder verschlägt es er einem notwendig die Sprache? So postmodern die Antworten ausfallen, so mittelalterlich mutet die Radikalität der Fragen an. Beides gefällt, weil es herausfordert: die Religionen, die sich in ihre Lehrgebäuden verschanzen, aber eben auch den westlichen Knarrendiskurs, der sich mit ihnen befaßt.«
Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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