Die Reihe Suhrkamp Studienbibliothek (stb) präsentiert ab Frühjahr 2007 erstmals klassische Theorietexte von der Antike bis zur Gegenwart zusammen mit einem ausführlichen Kommentar in einem Band. Sie bietet zentrale Texte aus allen Bereichen der Theorie (Philosophie, Soziologie, Literatur- und Kulturtheorie, aber auch Klassiker der Naturwissenschaften) in sorgfältig edierten, teils neu übersetzten Ausgaben.
Die Kommentare erschließen den historischen wie theoretischen Horizont der Werke und stammen durchweg von renommierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. Einige Ausgaben sind zweisprachig.
In der Suhrkamp Studienbibliothek sind die Texte mit Zeilenlineal, Kolumnentiteln und graphischen Verweisen auf den Stellenkommentar versehen. Die Kommentare führen durch den Text und erläutern seine argumentative Struktur. Sie sind gegliedert in Einleitung, historische und systematische Einführung, Präsentation des Textes, Rezeptionsgeschichte, Positionen der Forschung, Stellenkommentar, Glossar, biographischer Abriß und Zeittafel sowie kommentierte Auswahlbibliographie zum Forschungsstand und weiterführender Lektüre.
Die Suhrkamp Studienbibliothek ist ideal als erste Orientierung für Theorieeinsteiger und schafft eine fundierte Grundlage für Lektürekurse an Schulen und Universitäten.


So bunt kann graue Theorie sein!

Pressestimmen

»Kants Friedensschrift ist jetzt gerade erschienen in der Suhrkamp Studienbibliothek in einer hervorragend kommentierten Ausgabe von Oliver Eberl und Peter Niesen von der Technischen Universität Darmstadt. Und das Besondere daran ist, dass die beiden es schaffen, nicht nur eine sehr schön zu lesende Rezeptionsgeschichte zu liefern, sondern diese Friedensschrift auch einzubetten in die Position der gegenwärtigen völkerrechtlichen Diskussion, der Diskussion über Weltstaat und Staatenbund. Auch die Weltöffentlichkeit spielt eine Rolle, von der wir hier gesprochen haben.«

Alexandra Kemmerer , Deutschlandradio Kultur

»Waas führt auf geschickte Weise durch den Text, indem er das Augenmerk auf wichtige, oft aber auch nicht gebührend berücksichtigte Stellen und Aspekte lenkt und so dazu anregt, traditionelle Deutungen zu relativieren.«

Till Kinzel, ifb.bwz-bw.de Mai 2011
»Der Suhrkamp Verlag hat mit seiner Studienbibliothek ein exzellentes Unternehmen gestartet: Man bekommt hier zu einem günstigen Preis wichtige Studientexte, zusätzlich mit einem Kommentar, der den systematischen und historischen Hintergrund ausleuchtet. Hinzu kommen Artikel über die Rezeptionsgeschichte, die Positionen der Forschung, ein Stellenkommentar, ein biographischer Abriss und eine kommentierte Auswahlbibliographie - mehr kann man sich nicht wünschen.
Doch dieser Band ist etwas Besonderes: Der von Lambert Wiesing geschriebene Kommentar ist ein Meisterwerk, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Wiesing gelingt es, den Text in die Tiefe auszuloten ... sehr zu empfehlen.«
Information Philosophie
»Walter Benjamin schrieb Ende 1935 den langen Aufsatz »Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit«, der in französischer Übersetzung im folgenden Jahr erstmals erschien. 1939 überarbeitete er den deutschen Text noch einmal, erlebte dessen Erstdruck im Jahr 1955 aber nicht mehr. Seit den 1960er-Jahren avancierte der Aufsatz zu einem Grundlagentext der Medienwissenschaft und erfreut sich seitdem einer »penetranten Beliebtheit« (wie Theodor W. Adorno es einmal, nicht ohne Neid, ausdrückte). ... Es ist sehr zu begrüßen, dass für den akademischen Unterricht nunmehr eine ausführlich kommentierte Fassung des »Kunstwerk«-Aufsatzes durch den Dresdner Literaturwissenschaftler Detlev Schöttker im Suhrkamp Verlag herausgebracht wurde. Schöttker ergänzte den Aufsatz durch 17 Dokumente zur Entstehung und Frührezeption (Briefe von und an Benjamin aus den Jahren 1936 bis 1939). Sowohl der »Kunstwerk«-Aufsatz als auch die Dokumente sind durch einen detaillierten 34-seitigen Stellen-Kommentar erschlossen, der alle Namen, Sachbegriffe und Anspielungen erläutert, die den heutigen Lesern vielleicht nicht mehr auf Anhieb verständlich sind ... eine exzellente Grundlage eines Seminar-Gesprächs.«
Arnd Beise, literaturkritik.de