Rafael Spregelburd
Die Paranoia

Originaltitel: La paranoia
Heptalogie des Hieronymus Bosch VI
2 Damen, 3 Herren, Doppelbesetzungen möglich
UA: El Patrón Vázquez, Centro Cultural de Cooperación, Buenos Aires
11.09.2007
Regie: Rafael Spregelburd
Synopse
In Tausenden von Jahren sorgen die »Intelligenzen« für das Gleichgewicht des Kosmos. Und das ist eine riesengroße Anstrengung für sie, denn der Kosmos ist ausgedehnt und voller Ungenauigkeiten. Und was trägt die Erde zu alldem bei? Sehr wenig. Dem menschlichen Hirn fehlen die Koordinaten der Unendlichkeit. Aber etwas gibt es doch, was die Erdbewohner einzigartig macht: Fiktion. Die einzige Spezies, die in der Lage ist sich das auszudenken, was nicht passiert. Und von dieser Fiktion ernähren sich die »Intelligenzen«. Doch jetzt neigt sich der Vorrat an Fiktion dem Ende zu. Es droht das Ende der Welt.
Eine in Uruguay Hals über Kopf zusammengewürfelte Elitetruppe soll das schreckliche Schicksal der Menschheit abwenden. Ein beruhigungsmittelabhängiger Astronaut, ein Mathematiker ohne Kenntnisse über natürliche Zahlen, eine Schriftstellerin, die sich selbst plagiiert, ein ineffizienter Roboter und ein Soldat, der nur die Abzeichen für eine erfolgreiche Mission erringen will. Alle zusammen müssen sie die überlebenswichtige Fiktion für die unbekannten Außerirdischen fabrizieren. Nur eine Liste mit unbedingten Kriterien hilft ihnen dabei.
Unglücklicherweise ähnelt die entstandene Fiktion gefährlich einer venezolanischen Telenovela.