Jörn Klare
Du sollst den Wald nicht vor dem Hasen loben

Jörn Klare
© Max Zerrahn

2 Damen

UA: Staatstheater Karlsruhe
28.01.2015
Regie: Katrin Plötner

Synopse

Erst verlegte sie ihre Brille, dann vergaß sie ein paar PIN-Nummern, schließlich fand sich Jörn Klares Mutter in ihrem eigenen Haus nicht mehr zurecht. Die Diagnose hieß Demenz. Aus der Konfrontation mit den Veränderungen im Leben seiner Mutter entstand das Sachbuch Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand - Vom Wert des Lebens mit Demenz (Suhrkamp 2012) und ein Theaterstück für zwei Frauen: Mutter und Tochter.
Mit einem alten Tonbandgerät und Aufnahmen, die zwanzig Jahre früher entstanden, konfrontiert die Tochter ihre 75-jährige Mutter. Ging es ursprünglich darum, das Leben der Mutter, das durch den Zweiten Weltkrieg geprägt war, zu dokumentieren, so dienen die Aufnahmen jetzt als Mittel, dem Gedächtnis der alten Frau auf die Sprünge zu helfen. Denn wer ihr Vater ist, weiß die Tochter bis heute nicht.
Du sollst den Wald nicht vor dem Hasen loben ist eine zarte, berührende und mitunter komische Auseinandersetzung mit einer Lebensphase, in der Erinnerungen ihre Bedeutung verlieren und die unser Bewusstsein für Vernunft, Logik und Sprache radikal in Frage stellt.
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