Marjana Gaponenko
Eine Post-Sowjetische Dramolett-Trilogie

Marjana Gaponenko
© Mathias Bothor/Photoselection

NEU

3 Damen, 4 Herren

UA: Frei zur Uraufführung

Synopse

Marjana Gaponenko hat aus ihrer Wahlheimat Wien einen distanzierten und doch vertrauten Blick auf die Ukraine, das Land, in dem sie geboren wurde. Dieses Land, das wie kein anderes dieser Größe so zerrissen bleibt zwischen der Russischen Föderation und Europa, zwischen einem geschichtlich gewachsenen wie erschütterten Beziehungsgeflecht und einem möglichen selbstbestimmten demokratischen Aufbruch.
Jetzt hat die Autorin, die bislang insbesondere durch ihre Romane auf sich aufmerksam machte, eine Dramolett-Trilogie für das Theater geschrieben. Die drei Kurz-Stücke entwickeln makaber und humorvoll, ironisch und entlarvend drei höchst präzise Szenarien, in denen es um das historische und gegenwärtige Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland geht, das bestimmt ist von gegenseitigen Vorurteilen, der fehlenden Bereitschaft zur politischen Aufarbeitung und der gezielten Manipulation des Massenmediums Fernsehen.

Marjana Gaponenko schafft drei Szenarien, in denen der innere Zustand der ehemaligen Sowjetunion greifbar wird, in familiären Konstellationen, in die die äußeren, politischen Zustände messerscharf eindringen. Ihre dramatische Erzählweise der psychologischen Präzision, der klaren Figurenzeichnung und des lustvoll üppigen Personals stellt sich bewusst in eine Tschechow‘sche Tradition, in einen Realismus, den sie subtil zu irritieren weiß.

Es bietet sich an, die Post-sowjetische Dramolett-Trilogie als Ganzes zu erfassen und mit einem Spielerensemble aus mindestens 3 D, 4 H in wechselnden Rollen und Konstellationen auf die Bühne zu bringen.

Teil 1 Die zweimal Gemordeten 
Teil 2 Der Tag des Sieges
Teil 3 Der Debütantinnenball

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