Die Übersetzung von Eva Rechel-Mertens aus den Jahren 1953-57 wurde für diese Ausgabe von dem Schweizer Romanistikprofessor Luzius Keller und seiner Mitarbeiterin Sibylla Laemmel korrigiert und teilweise neu gefasst. Konsequent nähern sie die Übersetzung der Satzstruktur und Metaphorik des Originals an und bringen dabei Facetten zum Vorschein, die einen unbekannten und unerhörten Proust offenbaren. Luzius Kellers Textversion berücksichtigt zudem die Erkenntnisse neuer französischer Ausgaben (unter anderem der neuen vierbändigen Pléiade-Ausgabe) und bezieht bisher unbekannte Quellen mit ein. Der Kommentar bietet mehr als Erklärungen zu Anspielungen und Zitaten. Er weist auf wichtige Erzählstrukturen hin und zeigt das Zusammenspiel der einzelnen Teile, Themen und Stilnuancen auf. Ein Resümee fasst den Roman zusammen und erleichtert das Auffinden einzelner Passagen.
»Über den Anhang ist nur eines zu sagen, und das ist nicht zu sagen, sondern zu ziehen und dann wie bei Madame de Villeparisis neben sich auf den Fußboden zu stellen: Chapeau.« Michael Maar