Jurek Becker
»Am Strand von Bochum ist allerhand los« - Postkarten

Herausgegeben von Christine Becker
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D: 32,00 €
A: 32,90 €
CH: 42,90 sFr

Erschienen: 26.03.2018
Gebunden, 398 Seiten
ISBN: 978-3-518-42816-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Jurek Becker hat sich im Laufe seines Schriftstellerlebens vielen Genres gewidmet. Er schrieb Texte fürs Kabarett, verfasste Drehbücher, wurde mit seinem ersten Roman weltberühmt, veröffentlichte Erzählungen und Essays. In seinem Nachlass fanden sich für die meisten seiner Werke Entwürfe, die er in Schulhefte geschrieben hatte – zumindest für die Texte, die nach der Übersiedlung aus der DDR nach Westberlin entstanden waren.

Selbst Briefe und Postkarten schrieb Becker im Konzept, wurden häufig korrigiert, wonach die Postkarte sich bei der Abschrift ein weiteres Mal zum Original wandelte.

An der gesteigerten Zahl der Postkarten, die Jurek in erster Linie in seinen letzten Lebensjahren schrieb, lässt sich ablesen, dass es ihm nicht darum ging, dem Freund, der Freundin, dem Familienmitglied eine Freude zu bereiten. Um Mitteilungen des Autors über sich selbst ging es dabei nur nachrangig. In allererster Linie lag Jurek Becker daran, den Leser für Minuten zu unterhalten. Zunehmend wurde die Postkarte eine Textform, in der sich auszudrücken dem Autor Freude bereitete. War es doch eine Form, die ihm einerseits Sprachspielerei und Albernheiten erlaubte – und ihm andererseits die Möglichkeit gab, Zuwendung zu zeigen, ohne allzu viel von sich selbst preisgeben zu müssen.

In chronologische Reihenfolge und in Zusammenhang gebracht, erzählen Jurek Beckers Postkarten letztendlich, ob gewollt oder nicht, viel über seine Persönlichkeit und sein Leben, geben Auskunft über Vorlieben und Leidenschaften, ganz besonders aber über die ihm sehr eigene Art, die Liebsten aufzuheitern und sie über Trennungen hinwegzutrösten.

Pressestimmen

»Diese Karten sind folglich nichts anderes als die geheime, bittersüße Autobiografie eines Autors, der mit wahren Lügen das Sein im Schein leuchten lässt. Hier schließt sich der Kreis zu seinem Debütroman.«

Olaf Kutzmutz, Der Tagesspiegel

»Eine zauberhafte Zusammenstellung der Postkarten, die Jurek Becker an Freunde und Familie geschrieben hat ... So glänzt [sein] Geist besonders hell.«

Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Dieses Buch ist ein Geschenk. Allein wegen einer Anrede wie ›Du dickes Ende‹, einer wie so oft zärtlichen Liebeserklärung an seine Frau, möchte man es unbedingt festhalten.«

Christian Thomas, Frankfurter Rundschau

»Becker hat das Schreiben dieser lyrischen Lebenszeichen regelrecht zur Kunstform erhoben und damit wahrscheinlich gar ein eigenes literarisches Genre erfunden.«

Janko Tietz, Spiegel Online

»So tragisch die Geschichten sind, so humorvoll versteht Becker es, diese zu erzählen. Diese Gabe, etwas mit Humor und ganz eigenen Augen zu sehen, ist auch in dem wunderschön gestalteten Postkartenbuch zu entdecken.«

Terrance Albrecht, WDR

»Es ist eine große Freude und ein besonderes Vergnügen, in diesem wunderbar gestalteten und von Christine Becker sorgfältig kommentierten Band zu lesen, in dem jeweils auf einer Seite neben dem Text auch das Motiv der Karte abgebildet wird: ein sehr intimer Einblick in das Leben dieses Ausnahmeschriftstellers.«

Michael Opitz, Deutschlandfunk Kultur

»Witzige, kunstvolle Texte von immer höherer Qualität, die vom unbeschwerten Leben auf der ganzen Welt genauso erzählen, wie vom Kampf gegen den Krebs.«

Michael Luisier, SRF

»Die Leichtigkeit macht ihn aus, bis zum Schluss.«

Tim Evers, rbb

»Mit farbigen Abbildungen der Postkarten, die mitunter als Faksimile reproduziert und wo nötig, kommentiert sind, lässt der neue Band keine Wünsche offen.«

Welf Grombacher, Freie Presse

»Jede Seite des Buches zeigt Transkription des Textes und beide Kartenseiten im Faksimile. Eine Hommage an die Postkarte – und eine Feier des Kunststücks auf engstem Raum.«

Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine

»Jurek Becker hat von den Postkarten nicht lassen können. Und das war großartig so. Denn der Autor hat auf Reisen nicht nur wunderbare Motive gefunden, sondern stets auch eine feine Pointe für die lieben Adressaten.«

Kölner Stadt-Anzeiger

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