Ausgewählte Werke: »Ich schicke meinen Schatten voraus« - Band 1: Prosa

Aus dem Russischen von Elke Erb, Ilma Rakusa, Margret Schubert und Marie-Luise Bott
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Erschienen: 11.06.2018
Gebunden, 729 Seiten
ISBN: 978-3-518-42806-1
Auch als eBook erhältlich

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Die Wiederentdeckung einer der größten europäischen Dichterinnen der Moderne


Marina Zwetajewa, neben Anna Achmatowa die bedeutendste russische Dichterin des 20. Jahrhunderts, war auch in ihrer Prosa unverkennbar Lyrikerin. Ob sie, wie in ihrer Tagebuchprosa, das Chaos der Revolutions- und Bürgerkriegsjahre schildert oder in ihren autobiographischen Erzählungen die verlorenenen Kindheitsparadiese aufruft, immer ist die Sprache – assoziativ, lyrisch, intensiv – die eigentliche Protagonistin. 

Der Band versammelt Texte unterschiedlicher Lebensphasen: Die Moskauer Aufzeichnungen aus den Jahren 1917-1921 geben Zeugnis von den Revolutions- und Kriegswirren. »Über Deutschland« entwirft das Idealbild von einem Ort des Geistes, das während der Jahre ihrer Emigration rasch zerfallen wird. 1933, in der Not des Exils, beginnt Zwetajewa, sich in autobiographischen Erzählungen ihrer frühesten Erfahrungen zu versichern: behütete, doch unruhige erste Lebensjahre mit Stationen in Freiburg, Nervi und Lausanne, die überschattet waren vom frühen Tod der Mutter. Die »Erzählung von Sonetschka« vergegenwärtigt ihre Liebe zu der Schauspielerin Sofia Gollidej.

Mit der vorliegenden Auswahl gilt es die Prosa einer der größten europäischen Dichterinnen der Moderne neu zu entdecken, deren Leidenschaft und Dringlichkeit man sich kaum entziehen kann.

Ausführlicher Anmerkungsapparat und Nachwort

 

Aus dem Buch

»Hinter meinem Rücken – die Freiheit, vor meinen Augen – die Liebe.«

Pressestimmen

»Kein Poem, sondern scharfe Beobachtung und zugleich inneres Zwiegespräch ist, was Zwetajewa aus den Anfängen des Sowjetkommunismus in ihrem Tagebuch festhält.«

Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel

»Mit ihrer schieren Sprachgewalt hat sie in Prosa und Poesie ästhetische Massstäbe gesetzt, die bis heute gelten.«

Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung

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