Luc Boltanski, Arnaud Esquerre
Bereicherung - Eine Kritik der Ware

Aus dem Französischen von Christine Pries
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Erschienen: 09.07.2018
Gebunden, 730 Seiten
ISBN: 978-3-518-58718-8
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Museen, Kunst, Luxusgüter, Immobilien, Tourismus – für die Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre sind dies zentrale Felder einer neuen Ökonomie der Anreicherung, die zunehmend unsere Gesellschaften prägt und vor allem der Bereicherung der Reichen dient. In ihrem brillanten Buch, das seit seinem Erscheinen Furore macht, analysieren sie diesen neuen Kapitalismus.

Sein Ziel ist nicht mehr die industrielle Warenproduktion, die in die Entwicklungs- und Schwellenländer ausgelagert wurde, sondern die Anreicherung von Dingen, die bereits da sind. Der Wert von Waren sinkt normalerweise mit der Zeit, in der Anreicherungsökonomie ist das jedoch umgekehrt: Er steigt. Die Ware – das Kunstwerk, die Uhr, der Urlaubsort oder die Immobilie – wird dabei mit einer bestimmten Geschichte oder Tradition versehen, die sie anreichert. Boltanski und Esquerre verfolgen den Aufstieg dieser neuen Ökonomie, die auf den Industriekapitalismus seit den 1970er Jahren folgt, und zeigen, wie sie von den Medien, den Hochglanzbeilagen und Kunstmagazinen, aber auch von der Politik befördert wird und neue soziale Rollen schafft: Rentiers und Bedienstete, Kreative und Zukurzgekommene.

Im Original erschienen unter dem Titel Enrichissement. Une critique de la marchandise (Editions Gallimard).

Pressestimmen

»Nach der nicht einfachen Lektüre sieht man die Welt mit schärferem Blick.«

Urs Hafner, Neue Zürcher Zeitung

»Wer dieses Buch liest, meint die Logik hinter der wundersamen Rede vom ›globalen Wettbewerb der Narrative‹ im Koalitionsvertrag zu verstehen. Es beschreibt eine Ökonomie, die ihre Teilnehmer in einen Wettkampf um Durchsetzung zwingt, in das Ringen um den Alleinverfügungsanspruch über ihre Erzählungen.«

Kolja Reichert, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»In ihrer sehr lesenswerten, begrifflich präzise und flüssig ins Deutsche übertragenen Studie über die aktuelle ›Neuorientierung des Kapitalismus‹ entwerfen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre soziologische Kategorien, mit denen sich [die neue Form des alltäglichen Umgangs mit Waren] besser verstehen lässt.«

Carlos Spoerhase, Süddeutsche Zeitung

»Eine großartige soziologische Studie.«

Télérama

»Das Buch der Stunde.«

artpress

»Welchen Weg auch immer das Weiterdenken einschlagen wird, mit der grundlegenden Einsicht, dass eine Untersuchung des kulturellen Kapitalismus andere Werkzeuge verlangt als die soziologische Kritik des Industriezeitalters sie bereitstellt, haben Luc Boltanski und Arnaud Esquerre zweifellos einen wegweisenden Beitrag zum Verständnis der Gegenwart vorgelegt.«

Dirk Hohnsträter, soziopolis.de

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