Nana Ekvtimishvili
Das Birnenfeld - Roman

Aus dem Georgischen von Ekaterine Teti und Julia Dengg
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Erschienen: 13.08.2018
Wieder lieferbar: 27.10.2018
suhrkamp taschenbuch 4882, Klappenbroschur, 221 Seiten
ISBN: 978-3-518-46882-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Der Geschichtslehrer muss sterben, die Kinder sollen über das Birnenfeld in die Freiheit rennen – das ist Lelas Plan. Im Internat für geistig behinderte Kinder in Tbilissi, einem Relikt aus Sowjetzeiten, hat das zornige Mädchen die Rolle der Beschützerin übernommen. Die Lehrerinnen sind mit den »Debilen« überfordert. Behindert sind die wenigsten ihrer Schützlinge, im Stich gelassen, abgehängt sind sie alle.

So mörderisch Lelas Hass auf den Geschichtslehrer, so schwesterlich ihr Verhältnis zu Irakli: Sie begleitet ihn in eine Hochhauswohnung in der Nachbarschaft, wo er einmal in der Woche mit seiner Mutter in Griechenland telefonieren darf. Irakli will nicht wahrhaben, was Lela längst weiß: Seine Mutter wird nie zurückkehren, sie wird ihn auch nicht zu sich holen. Lela zwingt ihn, Englisch zu lernen, unterstützt seine Hoffnung, nach Amerika zu gehen. Ein Traum, der eines Tages, als ein Ehepaar aus den Südstaaten anreist, wahrzuwerden droht … 

Es sind die rebellischen Mädchen und Frauen in der georgischen Gesellschaft, denen Nana Ekvtimishvili Gesicht und Stimme gibt.

Im Original erschienen unter dem Titel მსხლების მინდორი [Mskhlebis Mindori] (Bakur Sulakauri Tiblissi).

Pressestimmen

»Mit einer eindrucksvolle unsentimentalen Geschichte wirft ... Filmregisseurin Nana Ekvtimishvili einen Blick aufs georgische Leben am Rande.«

Frankfurter Rundschau Literaturbeilage

»Der ... Roman vibriert unter dem Ausgesparten und Verschwiegenen.«

Ines Radisch, DIE ZEIT

»Ekvtimishvilis Sprache entbindet jenes Grauen, das wir mit geschlossenen Anstalten assoziieren. Sie erzählt von körperlicher Gewalt und geistiger Armut. Sie beschreibt eine Normalität der Abweichung.«

Jamal Tuschick, der Freitag

»Erinnerungen an eine Kindheit, die nicht vergehen will. Dafür sorgt schon das unerbittliche Präsens, das Nana Ekvtimishvili Debütroman prägt.«

Der Tagesspiegel Literaturbeilage

»Das Birnenfeld ist mehr als nur ein klug konstruierter Roman. Das Buch ist das scharfsichtige Porträt einer Gesellschaft, die auf dem Weg in eine neue Zeit ihre Mitmenschlichkeit verliert. Ein bewegendes Debüt.«

Mirko Schwanitz, NDR

»Nana Ekvtimishvili hat ein schonungsloses Buch geschrieben, das den Abgehängten eine Stimme gibt und zugleich Gleichgültigkeit und Rohheit anklagt.«

Holger Heimann, WDR 5

»Das Große im Kleinen sucht Nana Ekvtimishvili in ihrem Roman Das Birnenfeld

Andreas Fanizadeh, taz. die tageszeitung

»Ekvtimishvili gibt den Abgehängten eine Stimme: Ihr Roman lässt erahnen, wie weit der Weg zu einem besseren Leben ist.«

Holger Heimann, Börsenblatt 33.2018

»Das auch sprachlich hervorragende Buch erzählt von Missbrauch, Verwahrlosung, Prostitution, Verlassenheit. ... Es ist die traurige und dunkle Seite der sowjetischen und postsowjetischen Gesellschaft, die Nana Ekvtimishvili heraufbeschwört.«

Barbara Weidle, Literaturblatt für Baden-Württemberg September/Oktober 2018

»Behutsam, herzzerreißend, aber völlig unsentimental, dafür mit poetischer Kraft, erzählt sie von Kindern am Rand der Stadt, am Rand der Gesellschaft.«

Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk

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