Angela Krauß
Der Strom

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Erschienen: 11.02.2019
Leinen, 93 Seiten
ISBN: 978-3-518-42867-2
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Es ist Sommer. Die Dichterin hält Mittagstisch an ihrem Platz neben dem Klavier, ihr Mäzen spielt Tennis, siebzehn Flugstunden weit weg, der Besitzer des französischen Restaurants bedient sie stets selbst. Die Oliven sind schwarz, fest und scharf. Dieser lustvolle Weltbezug steht im Gegensatz zu einer Existenz der Askese, zu der niemand Zutritt hat. Beide Lebensplätze – Tisch und Klause – befinden sich im rückwärtigen Viertel, jenem Stadtviertel, von dem es vor dreißig Jahren hieß: Die Russen sind fort. So wie die Dichterin hier Erinnerungs- und Zukunftspartikel einsammelt, bis es zu einer plötzlichen Partikelverdichtung kommt, so abrupt durchfährt sie eines Nachts ein unbekannter Strom, als sollte sie unter hohem Druck aus ihrem Körper vertrieben werden. Es ist an der Zeit, ihre Siebensachen zu packen.

In Angela Krauß’ magischer Sprache entfaltet sich eine poetische Existenz, in der die Wirklichkeit vibriert – und der Traum ganz handfest erscheint.

Aus dem Buch

»Jemand muss uns heimlich bewohnen, jemand immerzu Glückliches.«

»Was wollen Sie bei sich haben in Zukunft? Die Welt, den Traum, das Unendliche, rufe ich trunken, den Sternwärter, die Vorfreude, Brüderlein und einen kleinen Elefanten – halt: das Gedicht!«

Pressestimmen

»Angela Krauß ist in ihrem jüngsten Prosawerk Der Strom auf der Höhe ihres Sprachschaffens.«

Jan Wilm, Der Tagesspiegel

»Tatsächlich ist Der Strom mehr Sprachstrom als Erzählung, ein in poetische Kleinstpartikel zerstobener Stream of Conciousness. ... Literarische Fundstücke wie Rilkes Archaischer Torso Appollos ... und Goethes Alles fließt funkeln im Erzählfluss.«

Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur

»Der Strom des Lebens ist von Angela Krauß in den Zustand zartester Poesie überführt. Eine Empfehlung für Leserinnen und Leser, die Kunststücke zu schätzen wissen.«

Michael Hametner, MDR

»Der Strom ist poetische Prosa und zugleich eine Reflexion über das Schreiben. Das Buch verzückt seine Leser durch eine besondere Zartheit der Sprache, mit der Angela Krauß ihre Beobachtungen in Worte kleidet.«

Terry Albrecht, WDR

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