Yehuda Bauer
Der Tod des Schtetls

Aus dem Englischen von Klaus Binder
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A: 25,70 €
CH: 35,50 sFr

Erschienen: 20.05.2013
Gebunden, 364 Seiten
ISBN: 978-3-633-54253-6
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Das Schtetl war »eine kleine Civitas Dei«, wie Manès Sperber schrieb, ein untergegangenes Paradies, ein ausgelöschter Sehnsuchtsort. In den »Städtlein« Galiziens, Weißrußlands und der Ukraine lebten die Juden wie aus der Zeit gefallen: in bitterster Armut, größter Religiosität und in der Tradition der Vorfahren, aber ohne den Druck zur Assimiliation wie im übrigen Europa. Pogrome bedrohten das Schtetl schon im 19. Jahrhundert, doch erst die Nazis vernichteten im Zweiten Weltkrieg die Schtetl und ihre Einwohner.
Yehuda Bauer, der große Erforscher der Shoah, ruft uns die untergegangene Welt des jüdischen Lebens in Osteuropa in Erinnerung. Er erzählt ohne Verklärung von den Lebensumständen im Schtetl, von den sozialen Widersprüchen, den Schicksalen der einzelnen.
Anhand exemplarischer Betrachtungen einzelner Orte zeigt er die Umstände der Auslöschung nach dem Einmarsch der Deutschen. Er beschreibt die verzweifelten Rettungsversuche, die Flucht in die Wälder und den jüdischen Widerstand. Yehuda Bauer gibt Einblick in das jüdische Leben in Osteuropa vor und während der Shoah, er bewahrt die Welt des Schtelts vor dem Vergessen.

Im Original erschienen unter dem Titel The Death of the Shtetl (Yale University Press).

Kommentare

»Ich bin schon öfters in den vom Autor angesprochenen Kręsy gewesen. Die flüssig und bestinformierten Ausführungen von Yehuda Bauer haben mir einen berührenden Einblick in diese ›dunkle Seite der Geschichte‹ gegeben ... Für mich besonders erschütternd der von der römischen Kirche in Polen, von höchster Stelle gepredigte Antisemitismus in den dreissiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Erich Haering, 15.05.2015

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