Clemens J. Setz
Der Trost runder Dinge - Erzählungen

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Erschienen: 11.02.2019
Gebunden, 320 Seiten
ISBN: 978-3-518-42852-8
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein elsässischer Soldat im Ersten Weltkrieg entdeckt am Nachthimmel das Sternbild des Großen Burschen, das so schauderhaft ist, dass er niemandem davon erzählen kann. Ein junger Mann, der sich in die blinde Anja verliebt hat, muss feststellen, dass ihr Apartment von oben bis unten mit Beschimpfungen bekritzelt ist. Marcel, sechzehn Jahre alt, hinterlässt auf der Toilettenwand eines Erotiklokals seine Handynummer und den Namen Suzy. Familie Scheuch bekommt eines Tages Besuch von einem Herrn Ulrichsdorfer, der vorgibt, in ihrem Haus aufgewachsen zu sein, und einen Elektroschocker unter seinem geliehenen Anzugjackett verbirgt.
Das ganz und gar Unerwartete bricht in das Leben von Clemens J. Setz’ Figuren ein. Ihr Schöpfer erzählt davon einfühlsam, fast zärtlich. Durch Falltüren gestattet er uns Blicke auf rätselhafte Erscheinungen und in geheimnisvolle Abgründe des Alltags, man stößt auf Wiedergänger und auf Sätze, die einen mit der Zunge schnalzen lassen. Der Trost runder Dinge ist ein Buch voller Irrlichter und doppelter Böden – radikal erzählt und aufregend bis ins Detail.

Aus dem Buch

»›Ich war ja nie sechzehn.‹
›Nicht?‹
›Nä. Wozu? Hab damals einfach von vierzehn auf achtzehn geupgradet, bumm.‹ Und Gregor lächelte, was liebenswürdige Fältchen rund um seine Augen entstehen ließ.
›Ah, verstehe‹, sagte ich, obwohl ich überhaupt nichts begriff.«

Pressestimmen

»Der neue Erzählband von Clemens J. Setz führt auf einen hochkomischen Rundgang durch den finsteren Kosmos der Zwangsstörungen.«

Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

»Ein rundum rundes Ding.«

Birthe Mühlhoff , Süddeutsche Zeitung

»Literatur, die so klarsichtig den prekären Weltgenerator in unseren Köpfen in Szene setzt, findet man nur selten.«

Juliane Liebert, DIE ZEIT

»Mit diesem Band auf dem Schoß steckt hinter jeder Alltäglichkeit ein Geheimnis. Staunend mag der Leser – in der U-Bahn, auf der Parkbank, am Küchentisch – aufblicken, um sich misstrauisch und erwartungsvoll zugleich umzusehen.«

Michael Wolf, nachtkritik.de

»Wenn es möglich wäre: Man machte beim Lesen die Augen zu und vertraute sich diesen Geschichten vorbehaltlos an. Ganz so, als würde man mit ihnen gemeinsam auf einem Tandem sitzen und durch Graz fahren. Neue Welten der deutschsprachigen Literatur gehen auf.«

Klaus Kastberger, Die Presse, Wien

»Der Trost runder Dinge ist logischer Kandidat für den Österreichischen Buchpreis 2019.«

Peter Pisa, Kurier, Wien

»Jede einzelne Geschichte aus diesem Buch enthält überraschende Formulierungen, groteske Handlungsverläufe, schräge, überraschende Metaphern, literarische Anspielungen etwa auf Franz Kafka und David Foster Wallace, Sprachwitz, aber auch Brutalität und Schonunslosigkeit. Das Kaleidoskop der Setz’schen Sprachelemente wird nach jeder Geschichte neu geschüttelt und gerüttelt.«

Joachim Dicks, NDR

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