Die Briefe - Kritische Ausgabe in vier Bänden

Herausgegeben von Holger Helbig, Karoline Lemke, Paul Onasch und Henri Seel
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Erschienen: 24.12.2019
Gebunden, 2986 Seiten
ISBN: 978-3-518-42877-1
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Ernst Barlach nimmt unter den Künstlern der Moderne einen besonderen Platz ein. Über Barlachs Der tote Tag befand Thomas Mann, es sei das »Stärkste und Eigentümlichste …, was das jüngste Drama in Deutschland hervorgebracht hat«. Über seine Plastiken hielt Bertolt Brecht fest: »Sie haben viel Wesentliches und nichts Überflüssiges.« Als Neil MacGregor 2014 für seine Londoner Ausstellung »Deutschland – Erinnerungen einer Nation« nach einem ikonischen Exponat suchte, entschied er sich für Barlachs »Schwebenden« aus dem Güstrower Dom.

Anlässlich des 150. Geburtstages von Ernst Barlach erscheinen seine Briefe in einer vierbändigen Ausgabe. Sie enthält neu aus den Originalen transkribierte Texte mit einem kontextbezogenen Kommentar. Ein Viertel der gut 2200 Briefe wird hier zum ersten Mal veröffentlicht.

Mit den Briefen schrieb Barlach den Roman seines Lebens. Der Bogen reicht von Sinnsuche und Selbstaussprache über Künstlerwerdung und Meisterschaft bis hin zu Verzweiflung und Vereinsamung. Der alleinerziehende Vater gibt Nachricht, der selbstbewusste Künstler verhandelt, der Einzelgänger zieht sich zurück, der politisch interessierte Beobachter kommentiert. Der hier schreibt, ist belesen in vielen Literaturen, bewandert in der Kunst und begabt, von sich zu sagen. Er ist feinfühlig und unbescheiden, neugierig und starrsinnig, er bittet und ignoriert. In seinen Briefen wird Barlach kenntlich als Mensch.

Pressestimmen

»... der große Gewinn dieser Veröffentlichung besteht in ihrer Gesamtheit. Man kann Barlachs Entwicklung als Künstler folgen, als Mann, als Briefschreiber auch.«

Cornlia Geißler, Frankfurter Rundschau

»... der Roman eines Lebens.«

Holger Kankel, Schweriner Volkszeitung

»Wer anfängt, sich mit der Briefausgabe zu beschäftigen, erfährt viel, wird bewegt und angenehm belehrt und wird lange keine Ruhe finden.«

Berliner Zeitung

»Die Briefe sind sein Leben. Ein Viertel der gut 2200 Briefe aus fünf Jahrzehnten (1888-1938) wird jetzt zum ersten Mal – mustergültig kommentiert – der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Briefschreiber Barlach war eine facettenreiche Persönlichkeit, ein scharfsinniger Beobachter deutscher Zeitgeschichte ebenso wie in der Selbstdarstellung als einsamkeitssüchtiger Einsiedler.«

Klaus Hammer, neues deutschland

Veranstaltungen

Kommentare

»Im Vergleich zu den Dramen oder seiner Prosa, die wirklich außerordentlich sind, hat man bei den Briefen den Eindruck, hier regelrecht den geistigen Körper berühren zu können.«
Ingo Schulze, 31.01.2020

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