James C. Scott
Die Mühlen der Zivilisation - Eine Tiefengeschichte der frühesten Staaten

Aus dem Amerikanischen von Horst Brühmann Mit zahlreichen Abbildungen
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Erschienen: 17.06.2019
Gebunden, 329 Seiten
ISBN: 978-3-518-58729-4
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Uns modernen Menschen erscheint die Sesshaftigkeit so natürlich wie dem Fisch das Wasser. Wie selbstverständlich gehen wir und auch weite Teile der historischen Forschung davon aus, dass die neolithische Revolution, in deren Verlauf der Mensch seine nomadische Existenz aufgab und zum Ackerbauer und Viehzüchter wurde, ein bedeutender zivilisatorischer Fortschritt war, dessen Früchte wir noch heute genießen.

James C. Scott erzählt in seinem provokanten Buch eine ganz andere Geschichte. Gestützt auf archäologische Befunde, entwickelt er die These, dass die ersten bäuerlichen Staaten aus der Kontrolle über die Reproduktion entstanden und ein hartes Regime der Domestizierung errichteten, nicht nur mit Blick auf Pflanzen und Tiere. Auch die Bürger samt ihren Sklaven und Frauen wurden der Herrschaft dieser frühesten Staaten unterworfen. Sie brachte Strapazen, Epidemien, Ungleichheiten und Kriege mit sich.

Einzig die »Barbaren« haben sich gegen die Mühlen der Zivilisation gestemmt, sich der Sesshaftigkeit und den neuen Besteuerungssystemen verweigert und damit der Unterordnung unter eine staatliche Macht. Sie sind die heimlichen Helden dieses Buches, das unseren Blick auf die Menschheitsgeschichte verändert.

Im Original erschienen unter dem Titel Against the Grain. A Deep History of the Earliest States (Yale University Press).

Aus dem Buch

»Unsere Vorfahren wären besser Nomaden geblieben.«

Pressestimmen

»James C. Scott rüttelt mit Lust, aber fundiert an einem Narrativ, das Sesshaftigkeit als höchste Lebensform des Menschen versteht und Staatenbildung einhellig als Erfolgsgeschichte präsentiert.«

Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung

»Scott trifft den Nagel auf den Kopf, indem er aufdeckt, welch erschütternden Preis unsere Vorfahren für die Zivilisation und politischeOrdnung gezahlt haben.«

Financial Times

»So sollte Geschichte geschrieben werden.«

The Guardian

»Die Mühlen der Zivilisation erweist sich so im Kern als ein mit großer Kunstfertigkeit aus den Forschungsständen unterschiedlicher Fachdisziplinen zusammengesetztes Mahlwerk, das das zivilisationstheoretische Standardnarrativ geradezu pulverisiert.«

James C. Scott, Soziopolis.de

Kommentare

»Endlich erscheint dieses Buch auf Deutsch! Es stellt unsere Wertvorstellungen auf den Kopf und rehabilitiert endlich die sogenannten ›Wilden‹. Kultur erwächst aus der lebendigen Beziehung zwischen Mensch und Erde, nicht in der Öde nur-menschlicher Städte.«
Andreas Lentz, 14.11.2018

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