Samuel Beckett
Disjecta - Vermischte Schriften und ein Stückfragment

Aus dem Englischen und Französischen von Wolfgang Held und Erika Tophoven Herausgegeben und mit einem Vorwort von Ruby Cohn
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D: 14,80 €
A: 15,30 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 24.05.2010
Bibliothek Suhrkamp 1452, Gebunden, 219 Seiten
ISBN: 978-3-518-22452-6

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Es handelt sich um eine von Samuel Beckett noch autorisierte und betitelte Sammlung kleiner Schriften zur Ästhetik, erschienen 1983, sechs Jahre vor seinem Tod, die sich in drei Abschnitte gliedert: Ästhetik - Literaturkritik - Kunstkritik. »Wie andere Beckettkenner auch schätze ich seine kritischen Texte höher ein als ihr Autor«, schreibt Ruby Cohn in ihrer Einleitung. »Ich meine, daß die Sammlung eine Ästhetik birgt; allerdings fügen sich Becketts Kritiken in kein deuterisches Prokrustesbett … Obgleich Beckett sich auf die Kunst des Fragens, Zögerns, Erkundens versteht, macht sich sein Ausdruckswille doch eher Luft in provokanten Artikeln, abschätzigen Besprechungen, grüblerischen Essays, tiefschürfenden Briefen und seltenen lyrischen Huldigungen … Wir sollten Becketts Kabinettstückchen in all ihrer Vielfalt genießen.«
Etwa zwei Drittel der Texte sind bereits auf deutsch veröffentlicht worden. Zu den unveröffentlichten Arbeiten gehören unter anderem ein Verriß von Eduard Mörikes Novelle Mozart auf der Reise nach Prag - und das dem Band beigegebene Fragment eines von Beckett lange bedachten Dramas über Samuel Johnson aus dem Jahr 1937, »Menschenwünsche«, das folgendermaßen beginnt:

Mrs. D. Er hat sich verspätet. Schweigen
Mrs. D. Gott gebe, daß nichts passiert ist. Schweigen
Mrs. D. Mitzi mitzi mitzi mitzi mitzi. Schweigen
Mrs. W. Was liest du, junge Frau?
Mrs. C. Ein Buch, Madame.
Mrs. W. Aha! Schweigen
Mrs. D. Hodge ist eine sehr feine Katze, wirklich eine sehr feine Katze. ...

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Es handelt sich um eine von Samuel Beckett noch autorisierte und betitelte Sammlung kleiner Schriften zur Ästhetik, erschienen 1983, sechs Jahre vor seinem Tod, die sich in drei Abschnitte gliedert: Ästhetik – Literaturkritik – Kunstkritik. »Wie andere Beckettkenner auch schätze ich seine kritischen Texte höher ein als ihr Autor«, schreibt Ruby Cohn in ihrer Einleitung. »Ich meine, daß die Sammlung eine Ästhetik birgt; allerdings fügen sich Becketts Kritiken in kein deuterisches Prokrustesbett … Obgleich Beckett sich auf die Kunst des Fragens, Zögerns, Erkundens versteht, macht sich sein Ausdruckswille doch eher Luft in provokanten Artikeln, abschätzigen Besprechungen, grüblerischen Essays, tiefschürfenden Briefen und seltenen lyrischen Huldigungen … Wir sollten Becketts Kabinettstückchen in all ihrer Vielfalt genießen.«
Etwa zwei Drittel der Texte sind bereits auf deutsch veröffentlicht worden. Zu den unveröffentlichten Arbeiten gehören unter anderem ein Verriß von Eduard Mörikes Novelle Mozart auf der Reise nach Prag – und das dem Band beigegebene Fragment eines von Beckett lange bedachten Dramas über Samuel Johnson aus dem Jahr 1937, »Menschenwünsche«, das folgendermaßen beginnt:

Mrs. D. Er hat sich verspätet. Schweigen
Mrs. D. Gott gebe, daß nichts passiert ist. Schweigen
Mrs. D. Mitzi mitzi mitzi mitzi mitzi. Schweigen
Mrs. W. Was liest du, junge Frau?
Mrs. C. Ein Buch, Madame.
Mrs. W. Aha! Schweigen
Mrs. D. Hodge ist eine sehr feine Katze, wirklich eine sehr feine Katze. Schweigen

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