Charles Taylor
Ein säkulares Zeitalter

Aus dem Englischen von Joachim Schulte
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D: 68,00 €
A: 70,00 €
CH: 89,00 sFr

Erschienen: 12.10.2009
Gebunden, 1297 Seiten
ISBN: 978-3-518-58534-4

Inhalt

Was heißt es, daß wir heute in einem säkularen Zeitalter leben? Was ist geschehen zwischen 1500 – als Gott noch seinen festen Platz im naturwissenschaftlichen Kosmos, im gesellschaftlichen Gefüge und im Alltag der Menschen hatte – und heute, da der Glaube an Gott, jedenfalls in der westlichen Welt, nur noch eine Option unter vielen ist?
Um diesen Wandel zu bestimmen und in seinen Folgen für die gegenwärtige Gesellschaft auszuloten, muß die große Geschichte der Säkularisierung in der nordatlantischen Welt von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart erzählt werden – ein herkulisches Unterfangen, dem sich der kanadische Philosoph Charles Taylor in seinem mit Spannung erwarteten neuen Buch stellt. Mit einem Fokus auf dem »lateinischen Christentum«, dem vorherrschenden Glauben in Europa, rekonstruiert er in geradezu verschwenderischem Detail die entscheidenden Entwicklungslinien in den Naturwissenschaften, der Philosophie, der Staats- und Rechtstheorie und in den Künsten. Dem berühmten Diktum von der wissenschaftlich-technischen »Entzauberung der Welt« und anderen eingeschliffenen Säkularisierungstheorien setzt er die These entgegen, daß es die Religion selbst war, die das Säkulare hervorgebracht hat, und entfaltet eine komplexe Mentalitätsgeschichte des modernen Subjekts, das heute im Niemandsland zwischen Glauben und Atheismus gefangen ist.
Ein säkulares Zeitalter ist ein wahrhaft monumentales Buch, das die Entwicklung des religiösen Bewußtseins in der Moderne auf beeindruckende Weise nachzeichnet. Ein klassisches Opus magnum.

Im Original erschienen unter dem Titel A Secular Age, 2007 (Harvard University Press).

Pressestimmen

»Taylor hat ein monumentales Kompendium vorgelegt, das vieles versammelt, was die reiche Forschungsliteratur der vergangenen Jahrzehnte zusammengetragen hat. Wer wissen möchte, wie abgründig das Problem der Säkularisierung gerade deshalb ist, weil es auch aus einem Zuviel an Religion entstehen kann, der greife nach diesem Buch. Er wird viel Wissenswertes darin finden.«
Volker Gerhardt, DIE WELT
»In seinem Bildungsroman der Neuzeit demonstriert Taylor, dass gerade die säkulare, die demokratische, die wissenschaftliche Moderne aus einer durchweg religiösen Matrix erwuchs.«
Otto Kallscheuer, DIE ZEIT
»Taylors Buch ist so dick wie die Bibel. Es zeigt, ... was ein religiöser Mensch beherzigen muss, wenn er bei Verstand bleiben will.«
Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Religiöser Glaube erscheint vielen Menschen heute als entbehrlich oder gar gefährlich; früheren Zeitaltern wäre diese Auffassung unverständlich gewesen. Charles Taylor, einer der größten Philosophen und Religionsdenker unserer Zeit, fragt nach Ursachen und Folgen des Aufstiegs dieser 'säkularen Option'. Seine meisterliche Erzählung dieser Geschichte ist nicht nur ein großes Bildungserlebnis; sie packt die Leser, ob gläubig oder ungläubig, im Kern ihrer Person.«
Hans Joas

Nachrichten

Kommentare

Für mich das bisher wichtigste Buch des 21. Jahrhunderts
Stefan Hartmann, 03.09.2011

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