Annie Ernaux
Eine Frau

Aus dem Französischen von Sonja Finck.
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Erschienen: 28.10.2019
Bibliothek Suhrkamp 1512, Gebunden, 88 Seiten
ISBN: 978-3-518-22512-7
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Dreizehn Tage nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1986 schreibt Annie Ernaux ein kurzes, schmerzhaftes Requiem.  Und lässt die Mutter als Repräsentantin einer Zeit und eines Milieus auferstehen, das auch das ihre war.

Das Leben ihrer Mutter: geboren um die Jahrhundertwende in der Normandie, Arbeiterin, dann Ladenbesitzerin, Ehefrau, zweifache Mutter, lebenslustig  und offen, Körper und Geist werden später langsam durch Alzheimer zerstört. Das Ende war für die Tochter vorauszusehen, die Wirklichkeit des Todes scheint indessen kaum erträglich. Zeit ihres Lebens kämpfte die Mutter darum, ihren sozialen Status zu erhalten, ihn vielleicht sogar zu überwinden. Erst der Tochter wird dies gelingen, eine  Distanz zwischen den beiden entsteht. Auch darauf blickt Annie Ernaux zurück, voller Zärtlichkeit und Abscheu und Schuldgefühl.

Im Original erschienen unter dem Titel Une femme (Gallimard).

Pressestimmen

»Auch das neue Buch ist fast nüchtern im Ton, schnörkellos und dabei frappierend intensiv. Kein Wort zu viel, keine überflüssigen Details, das literarische Extrakt einer Mutter-Tochter-Beziehung.«

Franziska Wolffheim, DER SPIEGEL

»Es ist diese unbedingte Ehrlichkeit, dieser Wille, sich der Schuld zu stellen, die den Büchern von Annie Ernaux ihre ungewöhnliche Stärke verleihen.«

The New York Times

»Man möchte dieses Buch von Annie Ernaux zur Pflichtlektüre erklären. ... Aufrichtig, forschend, liebevoll, aber unsentimental, das Leben in Zeit und Milieu einbettend, ohne die Widersprüche, die Entfremdung und den Missmut zwischen den Generationen zu negieren.«

Hansrudi Kugler, Tagblatt

»Eine Frau ist eine eindrucksvolle psychologische und soziologische Studie.«

Annemarie Stoltenberg, NDR

»Eine Wahrheit über das Leben der Mutter gibt es nicht. Nur Annäherungen und schmerzhafte Erkenntnisse. Aber indem Annie Ernaux dieser individuellen Existenz Raum lässt, ihren Kampf sichtbar macht mit den Verhältnissen, denen die Mutter entkommen wollte, aber nicht entkommen konnte, verleiht sie diesem Leben rückblickend nichts weniger als Würde.«

Angela Gutzeit, WDR

»Obwohl nur 89 Seiten lang, ist die Vielschichtigkeit des Textes bemerkenswert.«

Florian Keisinger, Fixpoetry

»Nie sentimental und immer zurückhaltend: eine zutiefst berührende Erzählung über Mütter und Töchter, Jugend und Alter, Träume und Realität.«

Kirkus Reviews

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