Michael Tomasello
Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Schröder
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D: 32,00 €
A: 32,90 €
CH: 42,90 sFr

Erschienen: 06.10.2014
Gebunden, 252 Seiten
ISBN: 978-3-518-58615-0

SZ-/NDR-Bestenliste Sachbuch

 

Inhalt

Werkzeuggebrauch oder Kultur? Sprache oder Religion? – Spätestens seit Darwin steht die Frage im Raum, was den Menschen von anderen Tieren unterscheidet. In seinem neuen Buch, Quintessenz seiner langjährigen Forschung, präsentiert Michael Tomasello eine faszinierende Antwort: Es ist das auf Kooperation ausgerichtete soziale Verhalten, das den Sonderweg des Menschen in der Evolution ebnete – die Tatsache, dass unsere Vorfahren irgendwann einmal damit begonnen haben, ihre Köpfe zusammenzustecken, Ziele gemeinsam auszuhecken und zu verfolgen.
Aber warum haben sie überhaupt damit begonnen? Tomasello zeichnet nach, wie die frühen Menschen aufgrund veränderter Umweltbedingungen dazu genötigt waren, die Welt nicht mehr nur aus ihren  individuellen, sondern aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Um zu überleben, mussten sie ihr Verhalten stärker aufeinander abstimmen, lernen, komplexe Schlussfolgerungen zu ziehen und ihr Denken und Handeln im Lichte der normativen Standards der Gruppe zu prüfen. Wie aus diesen neuen Formen kollaborativer Interaktion und Kommunikation, dieser erzwungenen Hinwendung zu einer kooperativen Lebensform, völlig neue und einzigartige Formen des Denkens entstanden – und dann auch Sprache und Kultur –, zeigt dieses Buch.

Im Original erschienen unter dem Titel A Natural History of Human Thinking (Harvard University Press).

Aus dem Buch:

»Wir können uns keine Theorie über die Ursprünge des menschlichen Denkens vorstellen ohne eine grundlegend soziale Dimension.«

Pressestimmen

»Schon beim Nachdenken über den ersten Schritt kann man ins Grübeln geraten. Ein gutes Buch verleitet freilich zum Grübeln, nicht zum Abnicken.«
Dominik Perler, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»In seiner fachlichen Genauigkeit ist Tomasellos faszinierendes Buch keine leichte Kost, aber jede Konzentration wert.«
Niels Boeing, ZEIT Wissen Februar/März 2015
»... (ein) nicht einfach zu lesende(s), aber sehr lehrreiche(s) Buch ...«
Guido Kalberer, Tages-Anzeiger
»Tomasellos Buch ist spannend, klar und von weitreichender Bedeutung nicht nur für Philosophie, sondern auch für Politik und Gesellschaft.«
Gert Scobel, Philosophie Magazin 1/2015
»Die zeitweilige Genauigkeit, die [das] Lesen erfordert, wird mit einem umfassenden und neuen Bild der Geschichte unseres Denkens belohnt.«
Andreas Kremla, Buchkultur Wissen-Spezial 2015
»... stringent und argumentativ schlüssig ...«
Wolfgang Imo, literaturkritik.de Februar 2015

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