Bruno Latour
Existenzweisen - Eine Anthropologie der Modernen

Aus dem Französischen von Gustav Roßler
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Erschienen: 12.03.2018
Taschenbuch, 665 Seiten
ISBN: 978-3-518-58719-5

Inhalt

Vor zwanzig Jahren hatte der französische Soziologe Bruno Latour konstatiert »Wir sind nie modern gewesen« und sich an einer »symmetrischen Anthropologie« jenseits der Trennung von Natur und Kultur versucht. Existenzweisen schreibt dieses faszinierende Projekt mit einer »Anthropologie der Modernen« fort und spürt den verschiedenen Existenzweisen von Wissenschaft, Technologie, Recht, Religion, Wirtschaft und Politik in der modernen Welt nach. Ein großes Panorama der Modi moderner Existenz.

Latour setzt für dieses Projekt bei der globalen Verflechtung aller Lebensbereiche an, die heute nicht zuletzt am Problem des Klimawandels sichtbar wird. Zugleich zeigt sich aber an diesem Problem auch, dass es verschiedene Handlungssphären gibt – Wissenschaft, Politik, Ökonomie –, die jeweils eigene Existenzweisen besitzen. Dennoch sind diese verschiedenen Existenzmodi nicht unabhängig voneinander, sondern durchdringen sich und kreieren gemeinsam Probleme, die es in der Folge auch gemeinsam zu lösen gilt. Es bedarf daher einer neuen Form der »Diplomatie«, die zwischen den einzelnen Existenzweisen vermittelt.

 

Im Original erschienen unter dem Titel Enquêtes sur les modes d'existence. Une anthropologie des Modernes (Editions La Découverte).

Aus dem Buch

»Die Vernunft ohne ihre Netzwerke – das ist wie eine elektrische Leitung ohne ihren Draht, wie Öl ohne Pipeline, ein Telefongespräch ohne die Kabel der Telekom, ein Wanderer ohne Wanderwege, ein Kläger ohne Recht. Wenn es stimmt, dass ›das Herz seine Gründe hat, die der Verstand nicht kennt‹, muss man anerkennen, dass jede Existenzweise ihre Netzwerke hat, welche die Vernunft nicht kennt.«

Pressestimmen

»Latours Buch enthält eine Fülle bemerkenswerter Einsichten und Gedanken, von Miniaturen und großen Erzählungen.«

Klaus Birnstiel, Süddeutsche Zeitung
»Bruno Latour hat ein weiteres Hauptwerk geschrieben.«
Frank Kelleter, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Latour ist der Hegel unserer Zeit.«

Le Monde

» ... ein aufregendes Denkabenteuer ... «

Martin Hubert, WDR 3

»Ein nicht einfach zu lesendes Buch, aber es lohnt sich.«

Mathias Richter, Märkische Allgemeine

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