Leo Löwenthal
Falsche Propheten - Studien zur faschistischen Agitation

Aus dem Englischen von Susanne Hoppmann-Löwenthal Mit einem Nachwort von Carolin Emcke
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Erschienen: 15.02.2021
Klappenbroschur, 253 Seiten
ISBN: 978-3-518-58762-1
Auch als eBook erhältlich

Sachbuch-Bestenliste

Inhalt

Lautstark schwingen sich selbsternannte Tribunen des Volkes, esoterische »Querdenker« und autoritäre Demagogen zu Verteidigern der demokratischen Ordnung auf, deren Werte sie eigentlich ablehnen. Um Gefolgschaft zu organisieren, schüren sie Ängste vor drohendem Chaos und spinnen Verschwörungstheorien über anonyme Mächte, die das Schicksal der Nation bestimmen. Vorschläge zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme sind ihre Sache nicht. Vielmehr verlegen sie sich auf eine aggressive Rhetorik des Kampfes gegen »die Politiker«, »die Linken«, »die Flüchtlinge« und immer wieder: »die Juden«.

Was sich wie eine Kurzbeschreibung von Aspekten der politischen Kultur unserer Tage liest, ist Gegenstand eines Buches, das vor mehr als siebzig Jahren geschrieben wurde. In Falsche Propheten analysiert Leo Löwenthal Themen und Techniken politischer Demagogie. Er fragt, warum die immergleichen Phrasen und Phantasmen verfangen, legt dar, weshalb dem Agitator so schwer beizukommen ist, und warnt vor Unterschätzung. Denn nicht selten ist die Agitation »Generalprobe fürs Pogrom«. Falsche Propheten ist ein Klassiker der politischen Psychologie. Inwiefern es auch ein Buch für unsere Gegenwart ist, zeigt Carolin Emcke in ihrem Nachwort zu dieser Neuausgabe.

Pressestimmen

»Löwenthals 1949 erschienene Darstellung ist bestechend, weil sie nicht einfach nur warnt vor dem Phänomen der Demagogie, sondern die Themen, Reizworte und Argumentationsweisen der Agitation detaillierten Analysen unterzieht ...«
Wolfgang Matz, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Löwenthal hat für sein Buch, das beunruhigend aktuelle geblieben ist, akribisch Zeitungs- und Vortragstexte sowie Radiobeiträge ausgewertet und auf wiederkehrende Topoi untersucht, auch Antisemitismus.«
Marko Martin, DIE WELT
»Die brisanten Befunde dieser Studie von Leo Löwenthal ... haben nichts an Aktualität eingebüßt.«
Stefan Müller Doohm, Nordwest-Zeitung
»Verse des Lebendigseins und des Sichauflösens, die sich tief ins Gemüt eingraben.«
Dresdner Morgenpost
»Als Anspruch formulierte Löwenthal für seine Untersuchung, sie wolle die psychologische und soziale Bedeutung [faschistischer] Propaganda bloßlegen. Genau dies ist dem Autor gelungen.«
Armin Pfahl-Traughber, bnr.de
»Tatsächlich ist Löwenthals Untersuchung der Struktur faschistischer Propaganda nach wie vor bemerkenswert, auch wenn sie bereits 1949 als abschließender Beitrag zu den vom exilierten Institut für Sozialforschung herausgegebenen ›Studies in Prejudice‹ erschien.«
Alex Struwe, Jungle World
»Das instruktive Nachwort der Publizistin Caroline Emcke geht auf die Entstehungsgeschichte des Texts ein und zeigt klar, warum Löwenthals Analyse gerade in der heutigen Zeit wichtig für die Auseinandersetzung mit autoritären und antidemokratischen Bewegungen ist.«
ekz.bibliotheksservice

Kommentare

Ein diagnostischer Blick auf die latente Bedrohung der Demokratie.
Max Horkheimer

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