James Joyce
Finn's Hotel

Herausgegeben von Danis Rose Mit einer Einleitung von Seamus Deane Aus dem Englischen von Friedhelm Rathjen
Leseprobe » Bestellen »


D: 17,95 €
A: 18,50 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 06.10.2014
Gebunden, 101 Seiten
ISBN: 978-3-518-42454-4
Auch als eBook erhältlich

Ein unbekannter James Joyce!

Finn’s Hotel, so hieß das Hotel, in dem Nora Barnacle, die spätere Ehefrau von James Joyce, als Zimmermädchen arbeitete. Ganz am Anfang der Überlegungen, aus denen Finnegans Wake hervorgehen sollte, fragte sich Joyce: Wie wäre es, wenn man Irlands Vergangenheit in den Träumen des am Ufer der Liffey schlafenden mythischen Helden Finn McCool Revue passieren ließe?

Das Buch Finn’s Hotel besteht aus einer Folge von Fabeln, kurzen, prägnanten Prosatexten zu den entscheidenden Momenten der irischen Geschichte, beginnend mit der Ankunft St. Patricks auf der Grünen Insel im Jahr 432: des Heiligen, der Irland bekehrt? Nein, Irland bekehrt ihn – zu allem, was irisch ist. Joyce schrieb die zehn Episoden 1923, ein halbes Jahr, nachdem er sich vom Ulysses befreit und lange bevor er einen genaueren Plan für Finnegans Wake gefasst hatte.

Danis Rose suchte die im Nachlaß der Finnegans Wake-Papiere verstreuten Geschichten zusammen. Er begründete ihre Einheit und Eigenständigkeit. 2013 erschien Finn’s Hotel: ein neues, unbekanntes, erstaunliches Werk von James Joyce.

Pressestimmen

» ... Friedhelm Rathjen hat die Texte jetzt auch in ein fabelhaft wortspielerisches Kunstdeutsch übersetzt.«

Peter von Becker, Der Tagesspiegel

»Friedhelm Rathjen hat diese Joyce-Texte, in denen sich der entfesselte Sprachaufauflösungs- und Wortspielfuror von Finnegans Wake warmläuft, sehr furios und virtuos ins Deutsche gebracht.«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Nicht nur durch seinen eigenständigen Humor eignet sich Finn's Hotel als Einstimmung zum nicht mehr überholbaren Finnegans Wake

Fritz Senn, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein Glücksfall der Ausgabe ist der Übersetzer Friedhelm Rathjen ...  Schwung und Sprachkraft seiner Fassung sind bewundernswert.«

Werner von Koppenfels, Neue Zürcher Zeitung

»Auch wenn man der Meinung zuneigt, es handle sich um Fingerübungen, kann man seine Freude an ihrer sprachspielerischen Kraft haben, die eben nicht so hermetisch ist, wie im späten Roman. ... Ein Heidenspaß.«

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»Man hat hier einen gut gelaunten Autor vor sich, der zwischen zwei Whiskeys dem Sprachspiel und dem Sprachulk frönt ... Dass wir daran teilhaben dürfen, verdanken wir dem Joyce-Meisterübersetzer Friedhelm Rathjen.«

derstandard.at

»Finn's Hotel ist der perfekte, entspannende Text zum Einstimmen und Vorglühen, um dem verspielten, enigmatischen Meisterwerk Finnegan's Wake irgendwie auf die Schliche zu kommen.«

Peter Münder, culturmag

»Die fantastischen Sprachkapriolen, die Spielereien und Wortexperimente des Schriftstellers machen einen Großteil des Genusses aus ... Auf jeden Fall ein gewaltiger und gewagter literarischer Taumel.«

Anke Zimmer, Fuldaer Zeitung

»Finn's Hotel ist zweifellos ein echter Joyce. ... Friedhelm Rathjen, der schon Teile des unübersetzbaren Finnegans Wake ins Deutsche übertragen hat, leistet auch hier wieder Übermenschliches...«

Martin Halter, Tages-Anzeiger

»Es bedeutet eine gewaltige Herausforderung, Texte von Joyce, dem Mann, der ganz aus Sprache besteht, in eine andere Sprache zu übertragen. Dass es im Deutschen eine Menge zum Staunen, Lachen und Grübeln gibt, ist Friedhelm Rathjen zu verdanken, der sich so geschmeidig durch die Joyce'schen Fantasien bewegt, als wäre solch eine Übertragungsarbeit kinderleicht.«

Anton Thuswaldner, Die Furche

Kommentieren