Tomas Venclova
Gespräch im Winter - Gedichte

Aus dem Litauischen von Claudia Sinnig und Durs Grünbein. Mit einem Nachwort von Durs Grünbein.
Bestellen »


D: 14,00 €
A: 14,40 €
CH: 20,90 sFr

NEU
Erschienen: 26.11.2018
Taschenbuch, 132 Seiten
ISBN: 978-3-518-24184-4

Inhalt

Ein Dichter kehrt nach Jahrzehnten der erzwungenen Abwesenheit zurück in das polnisch-litauisch-weißrussische Grenzgebiet und blickt über das "schmale geduldige Land, von der Nacht schon erdrückt" - eine Landschaft, in deren von Geschitsgewalt verzerrten Zügen das zarte Gesicht des im Wassers sich spiegelnden Kindes kaum mehr zu ahnen ist.

Tomas Venclova zählt wie seine Freunde Joseph Brodsky und Czeslaw Milosz zu den wichtigsten osteuropäischen Lyrikern des 20. Jahrhunderts, deren Werk zum größten Teil im amerikanischen Exil entstand. Trotz Übersetzungen ins Englische, Russische, Polnische und Deutsche ist dieser größte Dichter litauischer Sprache bisher nur Kennern ein Begriff. Mit Brodsky, der ihn bis zu seinem Tode unermüdlich propagierte, teilt er die Liebe zu den metaphysical poets, zur Dichtung Mandelstams - vor allem aber die Verpflichtung, so zu schreiben, daß man von den Vorgängern, die einen die poetische Rede gelehrt haben, verstanden wird.

Zum siebzigsten Geburtstag des Dichters erscheint eine repräsentative Auswahl aus seinem lyrischen Werk. Venclovas Erkenntnisorgan ist das Ohr. Metrum, Reim, Klang und eine raffinierte Strophenstruktur sind seine Ausdrucksmittel. Durs Grünbein und Claudia Sinnig stellen sich den Herausforderungen einer Übersetzung, die dem formalen Reichtum dieser Dichtung gerecht zu werden versucht.

" Berühre das Gras nun, das kühle, der Kindheit./Hier bist du zu Haus. Dreifach soll rauschen das Meer/ In der Muschel der Nacht. Daß die Gnade dich finde:/ Einer neuen Ära, die keine Posten mehr braucht,/ Einer Luft, die sich sehnt nach der einzelnen Stimme." Ein Dichter kehrt nach Jahrzehnten der erzwungenen Abwesenheit zurück in das polnisch-litauisch-weißrussische Grenzgebiet und blickt über das "schmale geduldige Land, von der Nacht schon ...

Inhalt

Ein Dichter kehrt nach Jahrzehnten der erzwungenen Abwesenheit zurück in das polnisch-litauisch-weißrussische Grenzgebiet und blickt über das "schmale geduldige Land, von der Nacht schon erdrückt" - eine Landschaft, in deren von Geschitsgewalt verzerrten Zügen das zarte Gesicht des im Wassers sich spiegelnden Kindes kaum mehr zu ahnen ist.

Tomas Venclova zählt wie seine Freunde Joseph Brodsky und Czeslaw Milosz zu den wichtigsten osteuropäischen Lyrikern des 20. Jahrhunderts, deren Werk zum größten Teil im amerikanischen Exil entstand. Trotz Übersetzungen ins Englische, Russische, Polnische und Deutsche ist dieser größte Dichter litauischer Sprache bisher nur Kennern ein Begriff. Mit Brodsky, der ihn bis zu seinem Tode unermüdlich propagierte, teilt er die Liebe zu den metaphysical poets, zur Dichtung Mandelstams - vor allem aber die Verpflichtung, so zu schreiben, daß man von den Vorgängern, die einen die poetische Rede gelehrt haben, verstanden wird.

Zum siebzigsten Geburtstag des Dichters erscheint eine repräsentative Auswahl aus seinem lyrischen Werk. Venclovas Erkenntnisorgan ist das Ohr. Metrum, Reim, Klang und eine raffinierte Strophenstruktur sind seine Ausdrucksmittel. Durs Grünbein und Claudia Sinnig stellen sich den Herausforderungen einer Übersetzung, die dem formalen Reichtum dieser Dichtung gerecht zu werden versucht.

"Berühre das Gras nun, das kühle, der Kindheit./Hier bist du zu Haus. Dreifach soll rauschen das Meer/ In der Muschel der Nacht. Daß die Gnade dich finde:/ Einer neuen Ära, die keine Posten mehr braucht,/ Einer Luft, die sich sehnt nach der einzelnen Stimme." Ein Dichter kehrt nach Jahrzehnten der erzwungenen Abwesenheit zurück in das polnisch-litauisch-weißrussische Grenzgebiet und blickt über das "schmale geduldige Land, von der Nacht schon erdrückt"  - eine Landschaft, in deren von Geschichtsgewalt verzerrten Zügen das zarte Gesicht des im Wasser sich spiegelnden Kindes kaum mehr zu ahnen ist.

Kommentieren