Serhij Zhadan
Internat - Roman

Aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr
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D: 22,00 €
A: 22,70 €
CH: 31,50 sFr

Erschienen: 12.03.2018
Gebunden, 300 Seiten
ISBN: 978-3-518-42805-4
Auch als eBook erhältlich

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2018 in der Kategorie Übersetzung (Sabine Stöhr und Juri Durkot)
SWR-Bestenliste
ORF-Bestenliste

 

Inhalt

In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Mindestens so eindrucksvoll ist seine Kunst, von trotzigen Menschen zu erzählen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung und ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Donbass findet mit seinem Roman Internat ihren vorläufigen Höhepunkt.

Ein junger Lehrer will seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen. Die Schule, in der seine berufstätige Schwester ihren Sohn »geparkt« hat, ist unter Beschuss geraten und bietet keine Sicherheit mehr. Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag.

Der Heimweg wird zur Prüfung. Die beiden geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen, ohne mehr sehen zu können als den milchigen Nebel, in dem gelbe Feuer blitzen. Maschinengewehre rattern, Minen explodieren, öfter als am Tag zuvor. Paramilitärische Trupps, herrenlose Hunde tauchen in den Trümmern auf, apathische Menschen stolpern orientierungslos durch eine apokalyptische urbane Landschaft.

Pressestimmen

»Zhadans Sprachfuror und der pulsierende Rhythmus seiner Sätze peitschen einen regelrecht durch das Inferno.«

Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung

»Internat ist ein kleines Meisterwerk, kongenial übersetzt von Juri Durkot und Sabine Stöhr ... Es ist mehr als ein Roman über einen fast vergessenen Krieg in Europa. Es geht auch um das universale Thema des Menschen, der seine Heimat verliert, weil er gehen muss, gehen will oder bleibt, aber sie nicht mehr als seine Heimat erkennen kann.«

Dirk Kurbjuweit, LiteraturSPIEGEL

»Doch das größte Lob gebührt natürlich dem Autor, Serhij Zhadan. ... Auch Internat legt Zeugnis ab von seiner herausragenden Fähigkeit, die Welt der Ostukraine mit bestechender Präzision zu schildern, ohne sie zu banalisieren, zu bagatellisieren.«

Leander F. Badura, der Freitag

»Internat verbindet auf brillante Weise Kriegsreportage und politische Essayistik.«

Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung

»Auf diesen Roman haben wir Ukrainer gewartet.«

Katja Petrowskaja, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Serhij Zhadan ... hat den bislang wohl wichtigsten Roman über den Krieg in seiner Heimat geschrieben, ohne Ideologie, ohne Vereinfachung und mit unvergesslichen Bildern.«

Natascha Freundel, NDR.de

»Wer verstehen will, was in der Ostukraine geschehen ist, muss die Bücher von Serhij Zhadan lesen.«

Kerstin Holm, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In klarer Sprache beschreibt Serhij Zhadan das große Abenteuer eines kleinen Mannes, der auf keinen Fall ein Held sein will.«

Max Knieriemen, SWR2

»Hoffnung hat auch Serhij Zhadan trotz alledem, wenn er auf sein schwieriges und zerrissenes Heimatland, die Ukraine, blickt. Mit seinem expressiven Winterroman Internat hat er dafür den überzeugenden literarischen Ausdruck gefunden.«

Katrin Hillgruber, Deutschlandfunk

»Der glänzend ins Deutsche übertragene ... Roman entfaltet eine eigentümliche, hyperwache Stimmung.«

Maike Albath, Deutschlandfunk Kultur

»Sowieso überzeugt Serhij Zhadan, wie er mit einfachen zum Teil surreal wirkenden Bildern Not, Zerstörung, Tod allgemeingegenwärtig werden lässt und die Absurdität und Sinnlosigkeit jeden Kriegs vor Augen führt.«

Otfried Käppeler, Südwest Presse

»[Zhadans] große Kunst besteht darin, den Leser in den Bann zu ziehen, ohne dass sich dieser dabei übermäßig mit der Hauptfigur identifiziert.«

Fokke Joel, neues deutschland

Nachrichten

Kommentare

»Der Autor beschreibt einen vergessenen Krieg und die im Stich gelassenen Menschen. Wer sich für die Ukraine interessiert, der sollte unbedingt diesen Roman lesen, er ist sehr dicht an der Realität der Menschen dort.«
Christian Döring, 06.04.2018

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