Amos Oz, Fania Oz-Salzberger
Juden und Worte

Aus dem Englischen von Eva Maria Thimme
Leseprobe » Bestellen »


D: 21,95 €
A: 22,60 €
CH: 31,50 sFr

Erschienen: 16.09.2013
Leinen, 285 Seiten
ISBN: 978-3-633-54268-0
Auch als eBook erhältlich

»Am Anfang war das Wort.«

Juden und Worte bilden von jeher eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, die als Historikerin lehrt, erkunden jüdische Wortwelten, Wörter, ihre alten wie neuen Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war immer ans mündlich geäußerte und geschriebene Wort geknüpft, an ein ausuferndes Geflecht von Interpretationen, Debatten, Streitigkeiten. In der Synagoge wie in der Schule, vor allem aber zu Hause umspannte es zwei oder drei ins Gespräch vertiefte Generationen. Was Juden untereinander verbindet, sind Texte. Es ist mit Händen zu greifen, in welchem Sinne Abraham und Sara, Rabban Gamiel, Glückel von Hameln und zeitgenössische jüdische Autoren demselben Stammbaum angehören. Vater und Tochter zeigen anhand verschiedener Themen wie Kontinuität, Frauen, Zeitlosigkeit, Individualität quer durch die Zeiten, von der namenlosen, möglicherweise weiblichen Verfasserin des Hohenliedes bis zu den Talmudisten, Gelehrten und Künstlern die Verbindung von Juden und Wörtern.

Sie zeigen, dass jüdische Tradition, auch jüdische Einzigartigkeit nicht von zentralen Orten, Erinnerungsstätten, heroischen Figuren oder Ritualen abhängt, sondern vielmehr von geschriebenen Worten, deren Auslegungen und Debatten zwischen den Generationen. Gelehrt, behände und humorvoll bietet Juden und Worte einen einzigartigen Streifzug durch die jüdische Geschichte und Kultur und lädt jeden Leser, jede Leserin zum Gespräch ein, zu Fragen, Einwänden, Entdeckungen in einem Buch.

Pressestimmen

»Eine Liebeserklärung an die biblische Sprache und zugleich ein politisches Manifest ... Dass die Autoren scheinbar leichtfüßig jede Menge amüsanter Anekdoten aneinanderreihen, etwa über den wortreichen jüdischen Humor ... und die lebhafte jüdische Streitkultur, mindert den Anspruch ihrer Botschaft nicht. Er geht tiefer.«

Gisela Dachs, DIE ZEIT

»Geistreich und spannend gelingt es in Juden und Worte, mehr als fünftausend Jahre mit Gebeten, Gesängen, Geschichten, Beweisen, Lobeshymnen, Verfluchungen und Witzen in den Koffer eines schmalen Pageturners zu packen. Ein wundervolles Buch.«

Jonathan Safran Foer

»Eine ›Gute-Nacht-Geschichte‹ oder Strandlektüre ist das Buch Juden und Worte ... ganz gewiss nicht. Aber wer sich für jüdische Geschichte und die ungebrochene Wirkung, die alles Jüdische und natürlich seine Worte bis heute ausstrahlen, interessiert, dem sei es sehr ans Herz gelegt.«

Evelyn Bartolmai, Saarländischer Rundfunk

»Der bekannte israelische Schriftsteller Amos Oz hat gemeinsam mit seiner ältesten Tochter, der 1960 geborenen Historikerin Fania Oz-Salzberger, ein beeindruckendes Sachbuch geschrieben, einen großrahmigen Essay von 285 Seiten, der immerhin eine fünf tausendjährige Geschichte umspannt«

Ilka Scheidgen, Die Tagespost
»Sie erzählen von dem reichen Schatz der Weisheit der Juden, angehäuft und weitergetragen von abertausend jüdischen Müttern und Vätern. Und sie ringen mit den Lehrern und Schülern, Dichtern und Denkern ihres Volkes. ... Die Autoren tun das mit Lust und mit Stolz, bisweilen etwas belehrend, dann aber wieder humorvoll und fesselnd.«
Stefan Seidel, Freies Christentum Heft 2/2014

» ... Und so bieten Literat und Historikerin auf 240 Selten einen spannenden und unterhaltsamen Ausflug in jüdische Geschichte und Literatur, der nicht nur informativ und amüsant ist, sondern durch seine persönliche Note auch kritisch und reflektiert und damit Lust auf alte und neue Schriften und jüdische Literatur macht.«

Vanessa Rau, aviva-berlin.de April 2014

»Juden und Worte beweist in der Tat auf jeder Seite die Ewigkeit von Texten ... Die Realität des durchdringenden jüdischen Blicks, die Offenheit des Streitgesprächs, die Souveränität, mit der Menschlichkeit zum Ausdruck gebracht wird – all das gerät, nicht ohne kritische Seitenhiebe, zum Plädoyer für jüdische Kultur ... «

Dietrich Klose, Vaihinger Kreiszeitung

Bildergalerien

Nachrichten

Kommentieren