Thomas Kunst
Kolonien und Manschettenknöpfe - Gedichte

Leseprobe » Bestellen »


D: 20,00 €
A: 20,60 €
CH: 28,90 sFr

Erschienen: 07.08.2017
Gebunden, 125 Seiten
ISBN: 978-3-518-42754-5
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ein Gedichtband wie ein Streifzug durch einen Luna-Park: Wir treffen einen Wikinger an der 54. Straße, versuchen, aufblasbare Münzen durch die ihnen zugewiesenen Löcher zu quetschen, besteigen Barthelmes Ballon in der Nähe des Central Park, fliegen in einer Disziplin unserer Wahl zu den inoffiziellen Weltmeisterschaften nach Milwaukee, behalten einen Kaugummi während eines Kreditgesprächs im Mund. Alles in allem sind wir in diesen Gedichten keine Freunde von mittelmäßiger Gesellschaft. Eine letzte Arche Noah sticht in See, mit Walen, Salamandern und Ratten, wenn nur genügend Gewässer rund um den Ararat zusammengefunden haben.

Die neuen Gedichte von Thomas Kunst verlassen den Pfad des Fernwehs und der Liebessehnsucht. Sie geben sich regional, sind aber durch und durch international: Im Toom Baumarkt sammeln sich arabische Reiter. Zwischen Carports und Gartenmöbelauflagen tobt die Schlacht von Tours und Poitiers im Jahre 732. Das Ordnungsprinzip des Sonettenkranzes soll verbinden, was sich ausschließt. Prosagedichte und jambische Elfsilber. Disziplin und Ernüchterungsrausch.

Pressestimmen

»Vor allem beeindrucken diese Gedichte ... durch ihre Widerborstigkeit und durch ihre hartnäckige Weigerung, einer schlechten Welt dennoch schöne Verse zu singen.«

Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau

»Der Lyriker und Erzähler [Thomas Kunst] ... mikroskopiert die Welt, seziert sie und setzt ihre Teile auf ganz eigene Weise neu zusammen. So fremd wird uns das Vertraute, dass wir es erstaunt anschauen, als hätten wir es nie zuvor gesehen.«

Herbert Wiesner, Die literarische Welt

»Man wird in diesen Tagen wenig lesen, was die Intensität und Dichte, die bildliche Verzückung und Musik dieser Gedichte erreicht.«

Tom Schulz, Neue Zürcher Zeitung

»Kunst weiß wie ein guter DJ die Elemente seiner Versmusik gut zu mischen und nahtlose Übergänge dort zu schaffen, wo eigentlich gar keine Verbindung zu existieren scheint. … Als Leser lässt man sich gerne davon anstecken und tanzt mit …«

Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung

»Jedes Gedicht ein Juwel. Jedes Gedicht eine Feier des Lebens. In jedem entdeckt man Losungsworte der Errettung, der Abwendung vom Öden, Stumpfen, Glanzlosen.«

Feridun Zaimoglu, LITERATUR SPIEGEL

»Bunte, sozial tiefenscharfe Wimmelbilder tun sich auf.«

Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung

»Was er hier in diesen sieben Kapiteln in Kolonien und Manschettenknöpfe vorlegt, ist ein anarchischer Sonettenkranz. Es ist der Weltgeist der Imagination, der diesen Dichter immer wieder vorantreibt. Thomas Kunst ist ein poetischer Grenzüberschreiter ersten Ranges, ein Rhapsode der Daseinsbegeisterung.«

Michael Braun, Deutschlandfunk

»Thomas Kunst vermag es wie kein Zweiter, mit einer Mischung aus Ironie und Melancholie die gefährdete Position des Lyrikers im modernen Medienbetrieb zu beleuchten ...«

Ulf Heise, Leipziger Volkszeitung

»Ein Gedichtband wie ein Streifzug durch einen Vergnügungspark.«

twotickets.de

Videobeiträge

Kommentieren