Hg.: Jutta Fleckenstein, Rachel Salamander
Kurt Landauer - Der Präsident des FC Bayern - Lebensbericht und Briefwechsel mit Maria Baumann

Herausgegeben von Jutta Fleckenstein und Rachel Salamander unter Mitarbeit von Lara Theobalt im Auftrag des Jüdischen Museums München
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Erschienen: 19.04.2021
Gebunden, 379 Seiten
ISBN: 978-3-458-17889-7
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Unter seiner Präsidentschaft gewann der FC Bayern 1932 seine erste Deutsche Meisterschaft. 1933 wird er als Jude gezwungen zurückzutreten, 1938 nach Dachau deportiert; später kann er in die Schweiz fliehen. Viele seiner Geschwister kommen im Holocaust um. Doch nach dem Krieg kehrt er nach München zurück, auch zum Verein – denn Fußball ist sein Leben.

Von Kurt Landauers Privatleben war bislang nur wenig bekannt. Er war seit 1927 mit Maria Baumann, der Haushälterin seiner Familie, liiert. Ein Verhältnis, das lange geheim blieb. Trotz der drohenden Denunziation nach den sogenannten Nürnberger Rassegesetzen hielt sie als Nicht-Jüdin an der Liebesbeziehung fest, auch während Landauers Emigration riss der Kontakt nie ab. Aus der Schweiz schrieb er der Geliebten einen langen Brief, seinen »Lebensbericht«, in dem er ihr Rechenschaft gibt über ihre Beziehung und sie bittet, ihn zu heiraten.

Dieser »Lebensbericht« und andere Briefe des Paars bis 1948, als sie wieder zusammen in München leben, zusammen mit den aufschlussreichen Kommentaren der Herausgeberinnen sowie vielen privaten Fotos und Dokumenten, zeichnen das eindrückliche Bild einer deutsch-jüdischen Beziehung bis in die Nachkriegszeit.

Pressestimmen

»... viel mehr als nur eine sportliche Biografie.«
Holger Gertz, Süddeutsche Zeitung
»Fußballpatrone stellt man sich gemeinhin als mächtige und ins Machen verliebte Menschen vor. Die reichhaltige und instruktiv kommentierte Edition mit Landauers Lebenszeugnissen dokumentiert das Gegenteil. Sie fügt dem Lebensbild des Fußballfunktionärs, ... eine neue, private fast verzagte Facette zu.«
Marc Reichwein, DIE WELT
»... die Erkenntnisse sind einer akribischen Editionsarbeit der beiden Herausgeberinnen des Buches, Jutta Fleckenstein und Rachel Salamander sowie zweier Mitarbeiterinnen zu verdanken.«
Andreas Meyhoff, Der Spiegel
»Jutta Fleckenstein hat in Kooperation mit der Gründerin der Literaturhandlung Rachel Salamander dieses Selbstzeugnis hervorragend auf der Basis ausgiebiger und akribischer Archivrecherchen kommentiert sowie editiert und führt den Leser mit sicherer Hand durch ein verdrängtes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ein reichbebildertes, aufschlussreiches und spannendes Buch nicht nur für Bayern-Fans.«
haGalil.com Mai 2021
»Ein intimer Einblick in den Alltag eines Mannes, dem nur noch die Hoffnung geblieben ist.«
Tim Jürgens, 11 Freunde Mai 2021

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