Ulrike Edschmid
Levys Testament

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Erschienen: 19.04.2021
Gebunden, 144 Seiten
ISBN: 978-3-518-42974-7
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

In Berlin haben sie sich kennengelernt, in London werden sie ein Paar. Ihre Tage verbringen sie im Gerichtssaal des Old Bailey, um Anarchisten zu unterstützen, denen drakonische Haftstrafen drohen. Streiks, Hausbesetzungen, Anschläge der IRA und die harten Reaktionen der Regierung bestimmen den Alltag im Winter 1972. Schwerelos wie im Traum erkunden die beiden die Stadt. Über seine jüdische Familie weiß der Engländer (wie die Erzählerin den Gefährten nennt) nur wenig zu sagen. Jahrzehnte später, ihre Trennung liegt lange zurück, kommt der Engländer einem Familiendrama auf die Spur. Sie führt zurück ins Old Bailey: 1924, ein spektakulärer Betrugsfall, angeklagt Levy, sein Urgroßvater.

Der rastlosen Suche des anderen folgend, sie mit ihren Fragen vorantreibend, stößt die Erzählerin auf das unergründliche Wirken der Geschichte, welche die entlegensten Episoden unseres Lebens miteinander verknüpft. Der leise, nüchterne, unerbittliche Ton macht Ulrike Edschmids Romane unverwechselbar. In Levys Testament verwandelt sich die Liebende in eine Chronistin und die Intimität des Gefühls in ein Instrument der Erkenntnis.

Pressestimmen

»Seite um Seite zieht einen die Geschichte immer mehr in den Bann.«
Hannah Bethke, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Edschmid arbeitet mit der Suggestivkraft zeitgeschichtlicher Indices, ihr Stil verbindet Reportage und Verdichtung. Durch den ständigen Wechsel zwischen Präsens und Vergangenheitsform erzeugt er eine spezielle Form hyperrealistischer Wahrnehmung, die dem Einzelfall gerecht wird und doch über ihn hinausgeht.«
Meike Fessmann, Der Tagesspiegel
»... ein gekonnt poetischer Roman ...«
Michael Luisier, SRF - Schweizer Radio und Fernsehen
»Erneut hat Ulrike Edschmid gelebtes Leben in poetische Literatur überführt.«
rbb
»... ein Erinnerungstext, der Abstand zur Wirklichkeit hält und umso mehr unter die Haut geht.«
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de

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