Steffen Mau
Lütten Klein - Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

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Erschienen: 12.08.2019
Wieder lieferbar: 24.09.2019
Gebunden, 284 Seiten
ISBN: 978-3-518-42894-8
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Steffen Mau wächst in den siebziger Jahren im Rostocker Neubauviertel Lütten Klein auf. Als die Mauer fällt, ist er bei der NVA, nach der Wende studiert er, wird schließlich Professor. Währenddessen kämpft seine Heimat mit den Schattenseiten der Wiedervereinigung: Statt blühender Landschaften prägen verrostende Industrieruinen die Szenerie. Mit der neuen Freiheit und dem Massenkonsum kommen Erfahrungen sozialer Deklassierung.

30 Jahre nach 1989 zieht Mau mit dem ebenso scharfen wie empathischen Blick eines Lütten Kleiner Soziologen Bilanz. Er spricht mit Weggezogenen und Dagebliebenen, er schaut zurück auf das Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt. Wie veränderte sich die Sozialstruktur, wie die Mentalitäten? Was sind die Ursachen für Unzufriedenheit und politische Entfremdung in den neuen Ländern? Wie wurde aus der Stadt, in der er gemeinsam mit Kindern aller Schichten seine Jugend verbrachte, ein Ort sozialer Spaltung? Viele der Spannungen, so sein Fazit, die sich in Ostdeutschland beobachten lassen, haben ihren Ursprung in der DDR-Zeit. Doch wurden sie durch die Transformation nicht aufgehoben. Vielmehr verschärften sie sich zu gesellschaftlichen Frakturen, die unser Land bis heute prägen.

Pressestimmen

»Der Hinweis auf die übersehene Feminisierung der West-Wanderung ist nur eines der vielen Aha-Erlebnisse, die die Lektüre von Steffen Maus Buch so lohnend machen.«

Rainer Hank, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Eine kenntnisreiche Studie über den Riss, der sich durch Ostdeutschland zieht.«

DIE ZEIT

»Wer den Osten verstehen will, sollte Steffen Maus soziologische Bestandsaufnahme Lütten Klein lesen.«

Thomas Steiner, Badische Zeitung

»Steffen Mau erzählt genau so viel aus seinem und dem Erleben anderer Lütten Kleiner und unterlegt die Anekdoten – wo nötig – mit Zahlen, dass daraus ein vielschichtiges Sittengemälde entsteht, ohne den Leser mit Geschwätzigkeit, Larmoyanz oder Fakten zu erschlagen.«

Silke Hasselmann, Deutschlandfunk

»Steffen Mau bietet [in seinem Werk] differenzierte sozialpsychologische Überlegungen an.«

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland

»Steffen Mau hat mit Lütten Klein ein ebenso persönliches wie informatives Buch vorgelegt. Seiner mit sehr viel Empathie geschriebenen Studie gelingt es, dass Lesende aus West- und Ostdeutschland nicht nur das frühere Leben in der DDR besser verstehen, sondern auch den  anschließenden Systemwechsel sowie die damit einhergehenden Folgen und ›gesellschaftlichen Frakturen‹.

Jürgen Schupp, Soziopolis.de

Veranstaltungen

Kommentare

Steffen Mau gelingt mit seinem Buch eine sehr gut lesbare und vorzügliche Darstellung dessen, was die DDR ausmachte, wie die Wende sich vollzog und vollzogen wurde, und warum die Wende schlussendlich immer noch nicht vollzogen ist. »Lütten Klein« hat mich gelegentlich sehr nachdenklich werden lassen. Und dies trotz der Tatsache, dass ich den Osten durch sehr viele Besuche auch noch zu Vor-Wendezeiten für Westverhältnisse recht gut kenne.
Jens Bartsch, Buchhandlung Goltsteinstraße in Köln, 28.08.2019

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