Nachgelassene Schriften. Abteilung V: Vorträge und Gespräche - Band 1: Vorträge 1949-1968

Herausgegeben von Michael Schwarz
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Erschienen: 30.09.2019
Leinen, 786 Seiten
ISBN: 978-3-518-58731-7

Inhalt

Als Theodor W. Adorno 1949 aus dem amerikanischen Exil nach Deutschland zurückkehrte, nahm er nicht nur seine Lehr- und Forschungstätigkeit an der Frankfurter Universität sowie am Institut für Sozialforschung wieder auf, sondern machte sich alsbald als öffentlicher Intellektueller einen Namen. Adornos beachtlicher Einfluss auf die Debatten der Nachkriegszeit verdankte sich auch seinen außeruniversitären Vorträgen, in denen er pointiert zu den verschiedensten gesellschaftlichen Entwicklungen Stellung nahm.

Der Band versammelt 20 dieser Vorträge, die er zwischen 1949 und 1968 gehalten hat. Das Spektrum der Themen ist breit: Es geht um das Suchtpotential von Prousts Prosa und um die Kompositionstechnik von Richard Strauss, um Fragen des Städtebaus und der Pädagogik, um Aberglauben und Antisemitismus, um die autoritäre Persönlichkeit und den neuen Rechtsradikalismus. Ihren besonderen Reiz gewinnen die Vorträge aus ihrer freien Form: Sie wollen keine Traktate sein, sondern verstehen sich als Improvisationen, die zum eigenen Verstandesgebrauch anregen sollen. Oder wie Adorno selber sagt: »Ich überlasse Ihnen das zum Weiterdenken.«

50. Todestag von Theodor W. Adorno am 6. August 2019


Aus dem Buch

»Die Menschen in Deutschland scheinen in einer immerwährenden Angst um ihre nationale Identität zu leben.«

 

Pressestimmen

»Ein Meisterdenker betreibt öffentliche Aufklärung ... Seine Referate zeigen Adorno als Exponenten einer zweiten, intellektuellen Gründung der Bundesrepublik.«

Stefan Müller-Doohm, Neue Zürcher Zeitung

»Adorno hat das neomarxistische Konzept der kritischen Theorie immer wieder auf zugängliche Art und Weise vorgestellt. ... Er wollte aufklären. Mit seiner Medienpräsenz stellte er alle anderen bekannten Denker jener Zeit in den Schatten.«

Gerhard Schweppenhäuser, taz. die tageszeitung

» ... An dieser Stelle kann nicht verheimlicht werden, dass den Rezensenten doch immer häufiger die Wehmut beschlich: Welches Reflexionsniveau erlaubte sich ein Intellektueller ohne Angst vor dem Vorwurf des Elitären!«

Wolfgang Matz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Doch man muss hier keine Angst vor knochentrockenem Dozieren haben. Gewiss, Adorno (1903-1969) bewegt sich stets auf beachtlichen theoretischen Höhen, doch hat er gerade in seinen öffentlichen Vorträgen auch spürbar versucht, auf sein jeweiliges Publikum einzugehen, zuweilen gar geradezu unterhaltsam an dessen Verstand zu appellieren.«

Bernd Berke, revierpassagen.de

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