Jocelyne Saucier
Niemals ohne sie - Roman

Aus dem Französischen von Sonja Finck und Frank Weigand
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CH: 28,90 sFr

Erschienen: 11.03.2019
Gebunden, 255 Seiten
ISBN: 978-3-458-17800-2
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Die Cardinals sind keine gewöhnliche Familie. Sie haben den Schneid und die Wildheit von Helden, sie haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie sind ganze dreiundzwanzig. Als der Vater in der stillgelegten Mine eines kanadischen Dorfes Zink entdeckt, rechnet der Clan fest mit einem Anteil am Gewinn – und dem Ende eines kargen Daseins. Aber beides wird den Cardinals verwehrt, und so schmieden sie einen explosiven Plan, der, wenn schon nicht die Mine, so wenigstens die Ehre der Familie retten soll. Doch der Befreiungsschlag scheitert und zwingt die Geschwister zu einem Pakt des Schweigens, der zu einer Zerreißprobe für die ganze Familie wird.

Ein überwältigender und rührender Roman. In Niemals ohne sie schafft Jocelyne Saucier eine Welt, die aller Rauheit zum Trotz den Glauben an ein selbstbestimmtes, freies und gemeinschaftliches Leben feiert. So belebend und gewagt wie eine Utopie.

Im Original erschienen unter dem Titel Les héritiers de la mine (Les Éditions XYZ Inc.).

Aus dem Buch

»Wir sind wie niemand sonst, wir haben uns selbst erschaffen, die Einzigen unserer Art.«

Pressestimmen

»Saucier gelingt es, dem Leser erst ein freches, freies Leben vorzugaukeln und ihn dann schrittweise in dessen finsteres Herz zu führen – ein grandioser Höllenritt, der Neugier auf mehr schürt.«

Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein Buch, das packt und berührt.«

Morgenpost am Sonntag

»Sehr berührende Charaktere.«

Pauline Lindner, Buchprofile/medienprofile Jg. 64/2019, Heft 2

»Jocelyne Saucier hat schon mit Ein Leben mehr einen außergewöhnlichen Roman vorgelegt. Niemals ohne sie, das schon einige Jahre zuvor entstand und nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt, vermag auf demselben hohen Niveau zu überzeugen.«

Torben Rosenbohm, Oldenburger Sonntagszeitung

»Das ist nicht nur gut gemacht, das ist auch gut geschrieben. Ergreifend, witzig, tragisch, mit Figuren, die einen nicht mehr loslassen.«

Christine Westermann, WDR

» ... ein lesenswertes, leises Buch über versehrte Menschen und den Versuch, mit einem Verlust zu leben.«

letteratura

»Ein rauer, zarter Roman, der mit seiner ganzen Verklärung zugunsten der Legendenbildung einen Kern überwältigend wahren Zusammenhalts entblößt, dessen gigantische Stärke und ebenso große Schwäche.«

Anke Wittkopp, Stadtkind Hannover Juni 2019

»Jocelyne Saucier zieht den Leser ins Innerste der Erde und zeigt ihm Betörendes und Wundersames.«

Le Monde de Livres

»Atemberaubend.«

Le Figaro Littéraire

»Ergreifend, witzig, tragisch, mit Figuren, die einen nicht mehr loslassen – ein Meisterwerk.«

VOIR

»Wie in Ein Leben mehr ... bedient sich Saucier auch in Niemals ohne sie einer packenden Sprache, die den Leser unweigerlich in eine erdverbundene, wilde, zärtliche und stellenweise sehr brutale Welt zieht. Damit erzeugt sie Spannung bis zur letzten Seite.«

Joseph Braun, Kreuzer, Leipzig März 2019

Videobeiträge

Nachrichten

Kommentare

»Dieses Buch, spielend in Kanada, in einem kleinen Ort namens Norco, gelegen an einer stillgelegten Erzmine, hat mich derartig beeindruckt, dass ich es in zwei Tagen durchlesen konnte. Ich habe zwar einige Seiten gebraucht um mich in den faszinierenden und eigenwilligen Erzählstil der Autorin einzulesen, aber dann empfand ich ihre Schreibweise ganz besonders prägnant, interessant und flüssig. Sechs Kinder erzählen, man erfährt ihre Spitz- und Taufnamen, kann das sehr schnell miteinander verbinden. Sie berichten in den Kapiteln von ihren Erfahrungen und Empfindungen aus ihrer wilden, unbeaufsichtigten Kindheit. So entsteht ein kompliziertes Puzzle der Gefühle. Durch die eindringlichen kurzen Sätze und Schilderungen entstand trotz der vielen Personen in meinem Inneren das bunte Bild eines ungewöhnlichen Familienlebens, geprägt durch die vollkommene Freiheit der Kinder. Sie erziehen sich gegenseitig, die Grossen kümmern sich um die Kleinen – oder auch nicht.«
Angela Busch, 25.06.2019

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