Friederike Mayröcker
Pathos und Schwalbe

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Erschienen: 12.03.2018
Bibliothek Suhrkamp 1504, Gebunden, 265 Seiten
ISBN: 978-3-518-22504-2
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Die Sommermonate des Jahres 2015 muss Friederike Mayröcker im Krankenhaus verbringen. Wochenlang ist sie abgeschnitten von ihrer papierenen Schreibhöhle, dem legendär gewordenen Gehäuse ihres Poesiewerks. Das Schreiben in der fremden, ungewohnten Umgebung ist unmöglich, nicht weil die lästigen körperlichen Gebrechen die Dichterin daran hindern, sondern weil das fortwährende Flüstern und Wispern der sich aneinanderschmiegenden Zettel und Blätter nicht hörbar ist, dem jene Wort- und Satzkonzentrate abgelauscht werden, die den einzigartigen Mayröcker-Sound erzeugen. Die Dichterin behilft sich auf ihre Art, mit einem beständigen »Kritzeln«, einem Protokoll der einförmigen Tage: »verbringe die Tage mit Lesen Schlafen Essen«. Kaum zurück in ihrer Klause, verspinnt und verwebt sie die Notate zu jener unvergleichlichen Poesie, die »dicht wie ein Felsen und zart wie die allerzarteste Membran« (Klaus Kastberger, Die Presse) ist.

Pathos und Schwalbe, das neue Buch von Friederike Mayröcker, ist Radikalität und Unbeugsamkeit, ist Überfluss und Präzision. Und es ist das bewegende Zeugnis eines Lebens, das nur ein Ziel kennt: »ich müszte den ganzen Tag für mich haben um unbändig, ich meine schreiend, schreiben zu können.«

Aus dem Buch

»ich verkoste die Sprache : schmeckt köstlich!«

»wie sie schaufeln, wie sie, die schwarzen Vögel, die Lüfte schaufeln, schaufeln sie nicht Erde : schaufeln sie Luft, möchte auch ein Vogel sein«

Pressestimmen

»Indem sie zeigt, wie sie sich mit Hilfe und wider die unbeherrschbaren Kräfte der Sprache immer wieder neu ausbalanciert, hat sie mit ihrer Trilogie im hohen Alter noch einmal eine Schreibweise von atemberaubender Schönheit geschaffen, die sie mit Pathos und Schwalbe ... konsequent weiterführt, um sie mit jeder ästhetischen Messung ihrer Umgebung zugleich neu zu erfinden.«

Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Diese Texte mit ihren Synkopen klingen wie Jazz. Sie bezeugen den historischen Augenblick, der für ihre Ideen und Strukturen von maßgeblichem Einfluss war ... Friederike Mayröcker weiß in der eilenden Zeit noch immer, ihre Leser aufzurütteln und an die Möglichkeit großer Poesie zu gemahnen.«

Eberhard Geisler, taz. die tageszeitung

»So wie Friederike Mayröcker die Welt liebt, voller Sprachlust und Hingabe, möchte man geliebt werden.«

Süddeutsche Zeitung

»Mayröcker beweist mit diesem Buch erneut, dass sie eine der größten Avantgardistinnen der Gegenwart ist.«

ORF

»Nicht was in der Sprache mitgeteilt wird, ist in Pathos und Schwalbe von zentraler Bedeutung, sondern zu einem außergewöhnlichen Leseereignis wird dieser Text durch die Sprache selbst.«

Michael Opitz, Deutschlandfunk Kultur

»Friederike Mayröckers Buch Pathos und Schwalbe ist ein hingebungsvolles, schonungsloses Protokoll. Schonungslos in der Sprache wie gleichermaßen in Mayröckers an die Sprache gebundene Existenz.«

Cornelia Jentzsch, Deutschlandfunk

»Mayröcker rettet wie so manch anderer Schriftsteller dieser Tage ... nicht nur das Alter vor dessen zunehmender politischer Problematisierung, sondern zelebriert es souverän als Phase einer unterschätzten Kreativität.«

Björn Hayer, Landshuter Zeitung

»Friederike Mayröcker setzt mit Pathos und Schwalbe ihr solitäres, mit allen möglichen Konventionen brechendes poetisches Existenzprotokoll fort.«

Kurt Neumann, Die Presse

»Sie schreibt zu gut. Sprache ist ihr kein Mittel identitärer Selbstdarstellung, Literatur keine Vehikel zum Transport engagierter Postwurfsendungen. Ihre Texte, auch wenn sie böse sind, schreien den Leser nie an, ihr Witz ist von einer staubgewebhaften Feinheit.«

Magnus Klaue, jungle World

»... Das ist Free Jazz mit Sprache. Ein kreativer Prozess, dessen Exzentrik und Spleen den Leser anfixt und mitreißt.«

nordkurier.de

»Die Texte von Friederike Mayröcker enthalten alles, es hat in ihnen alles Platz: Landschaften, Lebensereignisse und Begegnungen mit nahen Menschen, Verweise auf von ihr geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Zitate, Dekonstruktion und Musik — doch vor allem sind es Fragen, die an die eigene Existenz gerichtet sind.«

Tom Schulz, Tageblatt Luxemburg - Beilage Livres - Bücher Mai/ Juni 2018

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