Achille Mbembe
Politik der Feindschaft

Aus dem Französischen von Michael Bischoff


D: ca. 18,00 €
A: ca. 18,50 €
CH: ca. 25,90 sFr

Gepl. Erscheinen: 07.03.2022
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2332, Taschenbuch, 235 Seiten
ISBN: 978-3-518-29932-6

Inhalt

Die obsessive Suche nach einem Feind prägt wieder unsere Gesellschaften. Achille Mbembe untersucht dieses Phänomen der Feindschaft und zeigt ausgehend von den Einsichten Frantz Fanons, wie als Folge der Konflikte um die Entkolonialisierung des 20. Jahrhunderts der Krieg zur Signatur unserer Zeit geworden ist. Als auf Dauer gestellter Ausnahmezustand führt er zur Erosion der liberalen Demokratie und zur Ausbreitung autoritärer Regierungsformen. Mit Blick auf die globalen Migrationsströme und das damit einhergehende Zusammenwachsen der Welt formuliert Mbembe eine scharfe Kritik am atavistischen Nationalismus und plädiert für eine neue Politik der Humanität.

Im Original erschienen unter dem Titel Politiques de l'inimitié (La Découverte).

Pressestimmen

»Politik der Feindschaft ist Pflichtlektüre und das Buch der Stunde: Es bohrt sich tief in die Eingeweide des eigenen Denkens.«
Claudia Kramatschek, Deutschlandfunk Kultur
»Über dieses Buch möge bitte intensiv diskutiert werden.«
Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau
»In einem Europa der Angst können wir das subversive Potenzial von Mbembes Denken gut gebrauchen. Sein neuestes Buch zeichnet ein wenig freundliches Bild eines Kontinents mit dem ›Wunsch nach Apartheid‹, getrieben von der obsessiven Suche nach einem Feind.«
Libération
»Ein faszinierendes Leseerlebnis, ein eigenwilliger Text, ein Dokument wilden Denkens.«
Hartmut Buchholz, Badische Zeitung
»Politik der Feindschaft ist ein aufrüttelndes, wichtiges Buch.«
Gabriele Knetsch, Bayerischer Rundfunk
»Achille Mbembe steuert mit seinem Essay einen Baustein zum individuellen und kollektiven, lokalen und globalen Bauvorhaben bei der Projektion und Mitgestaltung einer ›All-Welt‹ bei!«
Jos Schnurer, socialnet.de
» ... Das Schlusswort gebührt darum Augustinus: ›Nimm und lies!‹«
Robert Lembke, Widerspruch, Münchner Zeitschrift für Philosophie 65 (2018)

Nachrichten

Kommentare

Animismus und Kapitalismus sind zu einem Verschmolzen, das ist die Kurzfassung der Aussage des Autors zur aktuellen Krise des Westens. (...) Ein Buch das wichtige Frage stellt und Denkanstösse gibt, zu den Fragen von Menschenrechten, liberaler Demokratie und der Krise der westlichen Gesellschaft.
Reiner Girstl

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