Jonathan Lear
Radikale Hoffnung - Ethik im Angesicht kultureller Zerstörung

Aus dem Amerikanischen von Jens Pier
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Erschienen: 28.09.2020
Gebunden, 235 Seiten
ISBN: 978-3-518-58759-1
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Kurz vor seinem Tod erzählte Plenty Coups, der letzte große Häuptling der Crow, seine Geschichte – bis zu einem gewissen Punkt: »Als die Büffelherden verschwanden, fielen die Herzen meiner Leute zu Boden und sie konnten sie nicht mehr aufheben. Danach ist nichts mehr geschehen.« Diese verstörende Äußerung über ein Volk, das vor dem Ende seiner Lebensweise steht, ist Ausgangspunkt für Jonathan Lears bewegende philosophische Untersuchung. Ihm zufolge wirft die Geschichte von Plenty Coups eine tiefgreifende ethische Frage auf, die uns alle angeht: Wie sollen wir mit der Möglichkeit umgehen, dass unsere eigene Kultur zusammenbrechen könnte, wie mit dieser Verwundbarkeit leben? Ist es sinnvoll, sich einer solchen Herausforderung mutig zu stellen?

Auf Grundlage der Anthropologie und Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner und mittels Philosophie und psychoanalytischer Theorie erforscht Lear die Geschichte der Crow im Angesicht der kulturellen Zerstörung. Sein Buch ist eine tiefschürfende und höchst originelle philosophische Studie über eine eigentümliche Verletzlichkeit, die den Kern der conditio humana betrifft.

Pressestimmen

»Jonathan Lears ohne gedankliche Konzessionen ausgezeichnet geschriebenes Buch zeugt von einer gründlich erworbenen Kenntnis und Bewunderung der Crow-Kultur.«

Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

»Der Leser ist gut beraten, dieses Buch langsam und aufmerksam zu lesen. Es ist in seiner Art einzigartig.«

Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Eines der tiefgründigsten und elegantesten Bücher der letzten Jahrzehnte.«

Time

»Leserinnen können sich auf das Eintauchen in eine fremde Kultur freuen. Und mancher wird es als unmöglich empfinden, nicht von dem weisen Häuptling zu lernen. Denn Radikale Hoffnung liest sich für den ökologisch sensibilisierten Kopf wie eine mächtige Parabel über Verlust und Akzeptanz, Ende und Neuanfang.«

Juliane Klaura, FUTURZWEI

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