Louise Erdrich
Schattenfangen

Roman. Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte
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D: 17,90 € *
A: 18,40 €
CH: 25,90 sFr

Erschienen: 21.02.2011
Gebunden, 239 Seiten
ISBN: 978-3-518-42223-6

Inhalt

Ein grausames Spiel hat sich Irene ausgedacht, als sie feststellt, daß ihr Mann heimlich in ihrem Tagebuch liest. Sie beginnt ein neues, das sie jetzt besser versteckt. Dem vertraut sie ihre wahren Gefühle, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen an, die Zweifel an ihrer Ehe, aus der sie nicht loskommt. Das alte Tagebuch führt eine andere Irene. Eine, die ihren Mann wissen lassen will, daß sie ihn nicht mehr liebt, eine, die vorgibt, ihn zu betrügen, eine, die ihm sagen will, daß sie nur noch Verachtung für ihn übrig hat. Es ist der perfide Versuch, die Ehe zu einem Ende zu bringen.  Das Bild, das die beiden nach außen vermitteln, ist ein anderes: zwei, die füreinander bestimmt sind.  Er der Maler, sie die Kunstwissenschaftlerin, seine Muse. Ohne sie kann er nicht malen. Ohne ihn kann sie nicht leben. In Wirklichkeit: ein Paar, aneinander gefesselt durch Haßliebe und ihre Kinder. Sie werden zusammenbleiben, bis daß der Tod sie scheidet.


Louise Erdrich hat mit Schattenfangen einen beeindruckenden Psychothriller geschrieben, konsequent stülpt sie das Innenleben ihrer Protagonisten nach außen und zeigt, wohin es führt, wenn aus Liebe Hass wird.

Im Original erschienen unter dem Titel Shadow Tag (Harper Collins Publishers, New York).

Buchtipps

 

Kommentare

Selten hat mich ein Buch so stark beeindruckt, wie dieses hier. Es ist ein Psycho-, Ethno-, Geschlechterdrama. Der Umgang der Autorin mit Sprache ist souverän und virtuos. Die Sprache ist eindringlich, gefühlvoll, ohne sentimental zu werden, oft leidenschaftlich, ohne ins Pathos abzugleiten, und oft, wo es angebraacht ist, scharf geschliffen. Die einzelnen Figuren sind so konturenscharf herausgearbeitet, dass ihre ganze Kompliziertheit und Komplexität sichtbar und spürbar werden. Besonders gelungen sind auch die literarischen Porträts der Kinder mit all ihren Facetten.
Werner Günzel, Markgrafenbuchhandlung, Bayreuth , 24.03.2011

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