Michel Foucault
Sexualität und Wahrheit - Vierter Band: Die Geständnisse des Fleisches

Aus dem Französischen von Andrea Hemminger
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Erschienen: 17.06.2019
Gebunden, 556 Seiten
ISBN: 978-3-518-58733-1
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Es ist eine Sensation und »ein postumes Wunder« (L'Express): Dreieinhalb Jahrzehnte nach dem Tod des Autors erscheint der vierte und letzte Band von Sexualität und Wahrheit – Michel Foucaults großangelegter Geschichte der Sexualität und Meilenstein philosophischer Forschung im 20. Jahrhundert. Die Geständnisse des Fleisches, von Foucault noch auf dem Sterbebett vollendet, schließt an die legendären Vorgängerbände an und zeugt einmal mehr von der Ausnahmestellung dieses Denkers.

Im Mittelpunkt stehen die ethischen Diskussionen der Kirchenväter über das Geschlechtsleben in den ersten frühchristlichen Jahrhunderten. Foucault liest die Predigten und Abhandlungen von Clemens von Alexandria, Gregor von Nyssa, Johannes Chrysostomos, Johannes Cassianus oder Augustinus von Hippo als Dokumente einer Sorge um das Seelenheil – als Zeugnisse der Herausbildung einer neuen Moral und Selbsterfahrung, die das Abendland fortan prägen sollten. Insbesondere die Jungfräulichkeit und die Ehe stehen dabei im Fokus der Auseinandersetzungen, die bei Augustinus in eine bis in unsere Gegenwart wirkende Ökonomie der Begierde münden: in eine konstitutive Pflicht des Subjekts zur stetigen Problematisierung des Verhältnisses von Freiheit und Natur, von Vernunft und Begehren.

Im Original erschienen unter dem Titel Histoire de la sexualité IV. Les aveux de la chair (Editions Gallimard).

Pressestimmen

»Foucault tritt einem hier als der Archivar entgegen, der morgens vor die Tür geht, mit der U-Bahn in die Bibliothek fährt, dort die alten Bücher liest, um spätabends mit staubtrockener Lunge wieder in seine Wohnung zu fahren.«

Cord Riechelmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Auch die Sexualität hat ihre Geschichte, und keiner hat sie besser geschrieben als Michel Foucault. Endlich ist sein Werk vollständig zugänglich.«

Claudia Mäder, Neue Zürcher Zeitung

»Wie vielleicht nur Montaigne oder Pascal vor ihm, ist Foucault ein Lebenslehrer, womöglich der herausragende Lebenslehrer des 20. und des 21. Jahrhunderts.«

Eckart Goebel, Die Welt

»Eine ganze Generation liegt zwischen dem Tod Foucaults und unserer Gegenwart. ... [Hier] kehrt er zurück, als habe er den Raum nur für ein paar Minuten verlassen ... «

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Eine philosophische Sensation.«

taz. die tageszeitung

»Ein Meilenstein.«

Le Monde

»Ein Schlüsselwerk für Foucaults Geschichte der Sexualität.«

The Guardian

»Ein jahrzehntelanger Mythos.«

La Stampa

»Scharfsinnig und stimulierend.«

Télérama

»Ein postumes Wunder.«

L’Express

»Das Buchereignis des Jahres.«

Philosophie Magazine

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