Louise Erdrich
Solange du lebst - Roman

Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte
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D: 22,80 € *
A: 23,50 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 23.02.2009
Gebunden, 396 Seiten
ISBN: 978-3-458-17426-4

Inhalt

Beim letzten Schuß klemmte das Gewehr. Das Kind stand in seinem Bettchen, weinend, ans Gitter geklammert. Um nachzuschauen, warum das Gewehr streikte, setzte sich der Mann in einen Sessel und nahm es auseinander. Das Weinen ging ihm auf die Nerven. Er legte das Gewehr hin und hielt Ausschau nach einem Hammer…

Pluto, North Dakota, eine Stadt am Rande des Chippewa-Reservats. Indianer oder Einwanderer, alle sind hier miteinander verbunden, durch Arbeit, Liebe, Freundschaft, Blutsbande – und durch die schwere Hypothek einer gemeinsamen Geschichte.
Wie ein dunkler Schatten liegt die Erinnerung an eine Bluttat, begangen 1911 an einer weißen Siedlerfamilie, und deren brutale Vergeltung, verübt an vier unschuldigen Indianern, auf den Menschen.
Wie gehen die Buckendorfs und Wildstrands, Nachkommen der weißen Täter, mit der Schuld ihrer Väter um? Findet Sister Mary Anita Buckendorf Erlösung im Kloster? Warum erschrickt der Indianer Mooshum zu Tode, als seine Enkelin Evelina die Schuhe von „Holy Track“ von einem Besuch bei Sister Mary Anita mit nach Hause bringt?
Atemlos lauscht Evelina den Berichten ihres Großvaters Mooshum, des großen Geschichtenerzählers und Legendenbewahrers.

Louise Erdrich erzählt die Geschichte einer Stadt: von einem dunklen Geheimnis, das seit fast einhundert Jahren auf den Menschen lastet. Sie spielt mit vielen Genres – Liebesroman, Abenteuerroman, Episodenroman – und verknüpft sie zu einem Porträt der Generationen, einem kraftvollen, farbigen, bewegenden Panorama von Leidenschaft, Schuld und Sühne.

Im Original erschienen unter dem Titel The Plague of Doves, 2008 (Harper Collins Publishers, New York).

Kommentare

»Eines ist jedenfalls passiert, die Stimmung des Gesamtbildes hat mich erreicht, ich beschäftige mich damit, ich gehöre dazu, es gehört mir, was ich mir erlesen habe. Und fast noch wichtiger ist, ich glaube es jetzt endlich, was mir erzählt wird, auch wenn es nicht wahr ist ... Nur deswegen ärgert mich der triviale Täter nicht, dessen Motive mir verborgen bleiben, weil es um etwas ganz anderes geht, es geht ums Erzählen. Nur so wird bewahrt, was war, ist und hätte sein können, indem man es wieder und wieder erzählt.«
G. Breder, 17.09.2015

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