Einar Schleef
Tagebuch 1977–1980 - Wien Frankfurt Berlin

Herausgegeben von Winfried Menninghaus, Sandra Janßen und Johannes Windrich. Mit Abbildungen
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Erschienen: 13.08.2007
Taschenbuch, 504 Seiten
ISBN: 978-3-518-41759-1

Inhalt

»Daß Aufrichtigkeit in der Kunst und Authentizität im Leben sehr wohl möglich sind … das zeigen Einar Schleefs Tagebücher der Ostberliner Jahre. Der Preis dafür lautet Ausgrenzung, Einsamkeit und permanentes Anecken. Und um das auszuhalten, muß man wahrscheinlich brennen können ... muß man wahrscheinlich so ein Klumpen ungewaschenen Goldes in einem Meer von Plastikexistenzen sein, wie Einar Schleef es gewesen ist«, hieß es im WDR über Einar Schleef und Band 2 seines Tagebuchs (1964–1976).
1977 zieht Schleef von Wien – der ersten Station im Westen – nach Frankfurt am Main, am Ende des Jahres nach Westberlin. Er schreibt, u.a. zahllose Briefe an seine Freundin, die beim Versuch der Republikflucht geschnappt wurde. 1978 entwickelt er Siegfried Unseld den Plan eines monumentalen Romans aus der Perspektive seiner Mutter Gertrud. Die Arbeit beginnt – unterstützt von der Freundin, die vorzeitig aus der Haft entlassen worden ist. 1980 erscheint Gertrud, Band 1. Der »ebenso beklemmende wie mitreißende Monolog« (Süddeutsche Zeitung) erregt Aufsehen.
Wilde Jahre sind auch diese ersten im Westen verbrachten, in denen Einar Schleef dem Tagebuch Beobachtungen, Verwirrungen und Orientierungsversuche – politisch, gesellschaftlich und ganz persönlich – dringend mitzuteilen hat.

»Ein gesellschaftlicher Außenseiter, ein Stotterer, ein Berserker erkämpft sich einen Platz auf der Bühne des Lebens, im vollen Rampenlicht.« Martin Krumbholz, Neue Zürcher Zeitung

Pressestimmen

»Die rund 2500 Seiten der fünf Bände dokumentieren das Leben, die Kämpfe, die Frustrationen, die Triumphe und Niederlagen eines radikalen, immer an die Grenze und darüber hinaus gehenden Schriftstellers und Theatermachers, der das Tagebuchschreiben als Obsession betrieb und dabei auch die intimsten Details nicht verschwieg. Diese Tagebücher sind die einzigartigen Dokumente eines schwierigen Genies.«

Bühne Nr. 10/ Oktober 2009

»Ein Glücksfall - für Literatur, Kunst, Theater und Wissenschaft -, dass Schleefs ›Tagebuch‹-Projekt nun in dieser umfassenden Form vorliegt.«

Christina Schmidt, Theater der Zeit Dezember 2009

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