Christa Wolf
Umbrüche und Wendezeiten

Herausgegeben von Thomas Grimm unter Mitarbeit von Gerhard Wolf
Leseprobe » Bestellen »


D: 12,00 €
A: 12,40 €
CH: 17,90 sFr

NEU
Erschienen: 11.11.2019
suhrkamp taschenbuch 4962, Gebunden, 141 Seiten
ISBN: 978-3-518-46962-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

»Wir staunen, was wir offenbar schon lange gedacht haben und was wir uns jetzt laut zurufen: Demokratie jetzt oder nie!« Als Christa Wolf am 4. November 1989 diese Worte den versammelten Menschen am Alexanderplatz zuruft, steht die weltberühmte Schriftstellerin im Zentrum politischer Umbrüche. Sogar das Staatspräsidentenamt wird ihr angeboten. Wie hat die engagierte Autorin die DDR, den Mauerfall und die Wiedervereinigung erlebt?

Im Jahr 2008 führte Thomas Grimm ein Interview mit Christa Wolf und ihrem Mann Gerhard Wolf. Christa Wolf erinnert sich in dem Gespräch an den Alltag in der DDR, die Überwachung durch die Stasi und die friedliche Revolution von 1989, zu deren wichtigsten Stimmen sie gehörte. Sie spricht über ihre vergebliche Hoffnung auf einen wirklich demokratischen Sozialismus in der DDR, über die Wiedervereinigung und ihre Eindrücke des sich verändernden Kunst- und Kulturbetriebs. Ihre gesellschaftlichen Diagnosen sind ihrer Zeit weit voraus, ob es den Wegzug junger Leute aus Ostdeutschland, die Ausbreitung rechter Gesinnungen oder die drohenden Folgen des Klimawandels betrifft. Christa Wolf zeigt sich als scharfsinnige Analytikerin der Wendezeit und couragierte Zeitgenossin und gibt ganz persönliche Einblicke in ihr Leben.

 

Pressestimmen

»Manche Sätze lassen einen aufblicken und nächdenken, über gegenwärtige ostdeutsche Befindlichkeiten, deren Ursache und Genese man aus einigen Beobachtungen der Wolfs zu verstehen beginnt ... «

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

» ... interessant im Zusammenhang mit der Tendenz zum autofiktionalen Schreiben bei heute viel diskutierten Autorinnen wie Annie Ernaux oder Rachel Cusk. Viel aufschlussreicher und wichtiger ist dieses Buch aber als eine Betrachtung der Ereignisse von 1999 und deren Folgen.«

Cornelia Geißler, Berliner Zeitung

»Lesenswert ist der Band aber nicht nur wegen der historischen Anekdoten, der weitsichtigen Analysen des Ehepaars oder auch der früheren Reden und Texte Wolfs, die jeweils direkt an geeigneter Stelle in den Interviewtext eingeschoben sind. Vielmehr ist die Grundhaltung der Autorin auch in diesem Gespräch wohltuend nachdenklich und selbstkritisch, der Tenor trotz aller Desillusionierung auch des Verlaufs der Wiedervereinigung nie resignativ. Beeindruckend sind dabei vor allem die lebenslangen Bemühungen der Autorin nach Dialog und echten Begegnungen.«

Hannelore Piehler, Literaturkritik.de

Videobeiträge

Kommentieren