Eva Illouz
Warum Liebe endet - Eine Soziologie negativer Beziehungen

Aus dem Englischen von Michael Adrian
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Erschienen: 22.10.2018
Gebunden, 447 Seiten
ISBN: 978-3-518-58723-2
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Unsere Kultur ist unendlich reich an Darstellungen und Geschichten, die vom Erscheinen der Liebe im Leben der Menschen handeln – von jenem magischen Augenblick, in dem wir wissen, dass jemand für uns bestimmt ist. Erstaunlicherweise ist sie aber eher wortkarg, wenn es um den nicht weniger mysteriösen Moment geht, in dem die Liebe endet (oder erst gar nicht beginnt).

Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Eva Illouz mit der Frage, wie der Konsumkapitalismus und die Kultur der Moderne unser Gefühls- und Liebesleben transformiert haben. Warum Liebe endet bildet den vorläufigen Abschluss dieses grandiosen Forschungsprojekts und zeigt, warum mit Blick auf unsere sexuellen und romantischen Beziehungen vor allem eines selbstverständlich geworden ist: sich von ihnen zu verabschieden.

Anhand einer großen Vielfalt an literarischen und geistesgeschichtlichen Quellen sowie im Rückgriff auf zahlreiche Gespräche, die sie mit Frauen und Männern aus verschiedenen Ländern geführt hat, arbeitet Illouz souverän heraus, wie es um Beziehungen in Zeiten von Speed-Dating und Tinder, von Gelegenheitssex und Körperkult bestellt ist – und warum insbesondere Frauen die Leidtragenden dieser gleichermaßen sexualisierten wie sexuell befreiten Kultur sind. Zeitgemäßer geht es nicht. Ein großer Wurf.

Aus dem Buch

»Sexualität, Technologie und Konsum sind zu einer mächtigen Matrix verschmolzen, in der für Gefühle kein Platz mehr ist.«

Pressestimmen

»Eine erhellende Studie, die das moderne Liebeskonzept radikal hinterfragt.«

DIE ZEIT

»Was das Internet und der Konsumkapitalismus mit der Liebe machen, hat niemand leidenschaftlicher und präziser analysiert als die israelische Soziologin. Seit zwei Jahrzenten beacktert sie das Thema, Warum Liebe endet bildet den vorläufigen Abschluss ihres Forschungsprojekts.«

Silke Weber, Spiegel Online

»Eva Illouz' scharfer Blick für Asymmetrien im Geschlechterverhältnis ist weniger die Pointe als die Voraussetzung ihrer ernüchternden Diagnose über den gegenwärtigen Stand der Liebe. ... Auf einfache Thesen lassen sich ihre verschiedenförmigen Beobachtungen nicht reduzieren. Sie drehen sich um die negativen Aspekte dessen, was man seit dem 18. Jahrhundert als Befreiung im positiven Sinn gesehen hat.«

Meike Fessmann, Der Tagesspiegel

»Ein neues Buch von Eva Illouz ist immer eine bemerkenswerte Erfahrung. Wie niemand anderes im Feld der Gesellschaftsdiagnostik zielt sie auf Herz und Kopf zugleich. ... Und wie immer bei Illouz gilt: Man wird nicht unbedingt heiterer, wenn man sie liest, aber klüger und wacher in jedem Fall.«

Elke Schmitter, Literatur Spiegel

»[Die] liberal-ökonomische Prämisse, nach der jeder alles schaffen könne, wenn er sich nur genug anstrenge ... säuselt aber auch: Wenn es nicht klappen will, ist es nicht die ›wahre‹ Liebe. Ziel jedoch ist nicht der glückliche Mensch, sondern ein nie endendes Begehren, das allein den Markt glücklich macht. Diesen Irrglauben in all seinen Erscheinungsformen als einen solchen zu enttarnen, betrachtet Illouz als ihre Aufgabe. Es gelingt ihr, einmal mehr, mit Bravour.«

Konstantin Nowotny, der Freitag

»Das herausragende Buch zu einem höchst aktuellen und dauerpräsenten, aber oft verdrängten Thema ... «

Herbert Padatscher, Bücherrundschau

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