Dana Ranga
Wasserbuch - Gedichte

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A: 15,40 €
CH: 21,90 sFr

Erschienen: 19.09.2011
Klappenbroschur, 79 Seiten
ISBN: 978-3-518-42238-0

Drehbuch zu einer Reise in die Tiefen des Meeres

Es gibt viele Bilder, die zeigen, wie dieser Planet von oben aussieht, aus dem All betrachtet, aus dem Blickwinkel der Astronauten. Doch wie sehen die Erde und ihre Bewohner von unten aus, vom Meeresgrund, wahrgenommen mit den Sinnesorganen einer anderen Spezies? Was sieht der Elfenwels, was der Teufelsangler oder der Schwarze Messerfisch, wenn er aus der Dunkelheit auf die Artgenossen blickt – und auf die Artfremden, die Menschen?

Dana Rangas Gedichte sind die Stationen einer Reise durch die Tiefen der Ozeane und gleichzeitig Szenen eines subaquatischen Films. Vor der Kulisse dem Landbewohner entrückter Unterseelandschaften und in schnell wechselnden Einstellungen begegnen sich Fisch und Mensch, und das Spiel der Verwandlungen beginnt: Dem Lungenatmer wachsen Kiemen, und die Meeresbewohner entwickeln allzu menschliche Leidenschaften.

 

Ich verneige mich vor ihr, ich küsse sie scheu und zärtlich, das Wenigste

ist mir genug.

 

Sand surrt durch die Zähne, es knirscht nach Schönheit, die Erde singt

und säugt mich.

 

Ich beiße aus ihrem Jetzt und kaue ihr Gestern, das Meer allein kennt

kein Altern.

 

(Ein großer Gedankenbauch und keine Besserung.) Ich bin aus Erde und

Wasser und kenne das Nichts.


geophagus altifrons

(Erdfresser)

 

Pressestimmen

»Schon die Lektüre der deutschen Namen der vielen Tiefseefische ist ein Genuss, und ihre lateinischen Namen stehen unter den Gedichten. Wieso Fische? Weil die Filmemacherin und Lyrikerin Dana Ragna Gedichte von Fischen, über Fische, aus der Fischperspektive, in Fisch-Mensch-Hybridformationen geschrieben hat – reich an Formen und Bewegungen wie die Unterwasserwelt selbst, ihr im Rhythmus fließend angepasst.«
Hubert Winkels, Börsenblatt 3/2012
»Dana Ranga findet für jede dieser Welten den ihr gemäßen Ausdruck. Die Interpunktion folgt dem Rhythmus des jeweiligen Unterwasserwesens. Manche Gedichte wirken wie eine anhaltende Bewegung, andere vermitteln Erhabenheit aus großer Ruhe – klar gesetzte Wörter, Hauptsätze ohne Einschübe. Was sie beschreibt, ist originell und klug und tief, ohne Schwere.«
Carsten Hueck, ORF

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