Petra Dobner
Wasserpolitik - Zur politischen Theorie, Praxis und Kritik globaler Governance

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Erschienen: 24.05.2010
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1958, Taschenbuch, 400 Seiten
ISBN: 978-3-518-29558-8

Inhalt

Sauberes Wasser ist die Grundvoraussetzung irdischer Existenz, und nichts verdeutlicht die Bedeutung einer öffentlichen Gemeinwohlsicherung stärker als die Frage der Wasserversorgung. Im Zuge der neoliberalen Privatisierungs- und Globalisierungsideologie fiel jedoch Anfang der neunziger Jahre auch diese Bastion öffentlicher Alleinverantwortung. Seither wird die Privatisierung der Trinkwasserressourcen und der damit verbundenen Dienstleistungen einerseits als Königsweg propagiert, andererseits vehement bekämpft. Das Buch macht die komplexen Dimensionen der globalen Wasserkrise sichtbar und verfolgt die Entwicklung von der öffentlichen Daseinsfürsorge zu Strukturen globaler Governance – eine Entwicklung, die eng mit theoretischen Auffassungen über die Bedeutung der Allmende, die beste Art der Gemeinwohlsicherung und die Möglichkeiten politischer Steuerung verknüpft ist. Die empirische Untersuchung der Strukturen des globalen Wasserpolitiknetzwerkes macht dabei exemplarisch deutlich, daß es gute effizienz- und demokratietheoretische Gründe gibt, den generellen Vertrauensvorschuß für globale Governance einer kritischen Überprüfung zu unterziehen.

Pressestimmen

»Atemberaubend stellt Dobner dar, wie die Vereinten Nationen seinerzeit ihre Rolle an ›transnationale Netzwerke‹ ... abgetreten haben.«
Christiane Grefe, DIE ZEIT
»Dobner gelingt es mit ihrem in sich geschlossenen Kompendium, einen in der Form wohl noch nie da gewesenen Überblick über alle mit dem Thema globale Wasserpolitik zusammenhängenden Bereiche zu geben. Spannend wie ein Krimi lesen sich ihre empirischen Ergebnisse bei der Analyse des globalen Wassernetzwerkes und werfen gleichzeitig ein neues Licht auf die internationalen Wasserkonferenzen.«
Rita Müller, Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik 3/2011

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