Nelly Sachs
Werke. Kommentierte Ausgabe in vier Bänden - Band II: Gedichte 1951-1970

Herausgegeben von Ariane Huml und Matthias Weichelt
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Erschienen: 25.04.2020
Taschenbuch, 426 Seiten
ISBN: 978-3-518-24248-3

Inhalt

Im Mai 1940 floh die Dichterin Nelly Sachs (1891-1970) mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. So begannen dreißig Jahre Exil, in denen ein lyrisches Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde. Zusammen mit ihrem Freund Paul Celan gehört Sachs zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikern der Nachkriegszeit. Von den erhabenen Tönen ihrer frühen Gedichte bis hin zur rätselhaften Klarheit des Spätwerks: Dichtung bildete für diese Autorin stets eine Überlebensform, die auf eine poetische »Durchschmerzung« der Welt zielte.
Band II der neuen kommentierten Werkausgabe enthält das lyrische Spätwerk der Dichterin, das mit Und niemand weiß weiter (1957) und Flucht und Verwandlung (1959) einsetzte, um mit den Glühenden Rätseln der 1960er Jahre zu enden. Es sind Gedichte, die auf schmerzhafte Erlebnisse reagierten – stets eruptiv, »wie ein Blutsturz bis zur Vernichtung« –, es sind aber auch Versuche, eine Verwandlung von teilweise kosmischen Proportionen durchzuführen. Nur so konnte ihre Dichtung das werden, was der Versuch, die Materie mit Worten zu durchwirbeln, anstrebte: ein »Wegweiser ins Ungesicherte hin«.
Mit dieser Werkausgabe, die über das lyrische Gesamtwerk hinaus die entlegenen Prosaarbeiten und vielen szenischen Dichtungen einschließlich der unveröffentlichten Dramen umfassen wird, rückt die Exil­autorin Nelly Sachs auch äußerlich sichtbar wieder dorthin, wohin sie ihrem Rang nach gehört: ins Zentrum der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Pressestimmen

»Der noch heute äußerst lesenswerte, teils gedankenschwere Briefwechsel zwischen Sachs und Celan ist bei Suhrkamp erschienen.«

Peter Mohr, literaturkritik.de

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